Lörrach Stadt investiert in ihre Gebäude

Die Arbeiten an der Albert-Schweitzer-Schule bilden mit 17,4 Millionen Euro den größten Gesamt-Posten aller Baumaßnahmen. Foto: Kristoff Meller

Lörrach - Während der Sommerferien setzt die Stadt zahlreiche Baumaßnahmen um. Beim Mediengespräch betonte Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic die Bedeutung der Arbeiten an kommunalen Schulen.

Der Sanierungsstau habe sich über Jahrzehnte aufgebaut und werde bei den Investitionen der Verwaltung in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle spielen.

Schulen

Umbau und Erweiterung der Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule bilden mit 17,4 Millionen Euro den größten Gesamt-Posten aller Baumaßnahmen.

Im Hans-Thoma-Gymnasium wird der zweite bauliche Rettungsweg hergestellt (3,2 Millionen Euro, wir berichteten gestern). An der Theodor-Heuss-Realschule startet der erste Bauabschnitt für die Schulhofgestaltung (250 000 Euro).

In der Hebelschule werden Ganztagesräume umgebaut (rund 300 000 Euro), in der Hellbergschule werden die naturwissenschaftlichen Räume (350 000 Euro) und im Hebel-Gymnasium der Fachraum Biologie saniert (270 000 Euro). In der Astrid-Lindgren-Grundschule werden die Flurbeleuchtung erneuert und die WC-Räume saniert (150 000 Euro).

In der Turnhalle der Eichendorffschule steht unter anderem die Sanierung der Umkleiden an. Die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von 250 000 Euro.

Zudem muss ein Wasserschaden an der Halle behoben werden. In diesem Zusammenhang beschäftige sich die Rechtsabteilung der Verwaltung mit Regressforderungen: Solch massive Mängel seien nach einer verhältnismäßig kurzen Zeit „schockierend“, sagte Neuhöfer-Avdic. Auch bei den jüngsten Starkregenereignissen sei wieder Wasser von unten in die Räumlichkeiten eingedrungen.

Kindergärten

Der Umbau der Alten Schule Haagen zur Kindertagesstätte wird planmäßig fertig (4,2 Millionen Euro).

Villa Aichele

Im Juni 2019 wurde mit den Sanierungsarbeiten der Villa Aichele begonnen, im Oktober sollen sie abgeschlossen werden. Die Maßnahme wird mit 1,1 Millionen Euro von Land und Bund gefördert. Gesamtkosten: rund 2,1 Millionen Euro.

Straßenbauarbeiten

In den Sommerferien sind zwei Maßnahmen vorgesehen: In der Wintersbuckstraße wird der Gehweg in Höhe der Gewerbeschule saniert (55 000 Euro). In der Milkastraße wird die Technik in der Pumpstation erneuert (35 000 Euro).

Kanalbauarbeiten

Die Erschließung des Baugebietes „Am Soormattbach“ befindet sich in der letzten Phase und wird im November abgeschlossen. Für noch ausstehende Arbeiten – etwa die Fertigstellung der Erschließung und der Friedrichstraße – sowie kleinere Restarbeiten, sind Kosten in Höhe von rund 600 000 Euro einkalkuliert.

Im Hünerbergweg ist unterdessen der erste Bauabschnitt der Kanalsanierung gestartet (635 000 Euro).

Erforderlich ist auch eine Erneuerung der Elektrischen Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik der Regenbecken und Sonderbauwerke, beispielsweise dem Pumpwerk Querspange. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich bis zum Jahr 2022 auf rund 1,5 Millionen Euro, so die Stadt.

Freibad und Hallenbad

Im Parkschwimmbad wird der Wasserspielplatz umgebaut (20 000 Euro) und ein neues Büro für die Bäderleitung eingerichtet (15 000 Euro).

Im Hallenbad sind Neuerungen in der elektrischen Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik (95 000 Euro) sowie der Brandschutzanlage (15 000 Euro) vorgesehen.

Tiefgaragen

Die Arbeiten an den Tiefgaragen „Rathaus“ und „Bahnhof“ werden auch in den Sommerferien weitergeführt. In der Rathaustiefgarage sind etwa Betoninstandsetzungen, Abdichtungsarbeiten, der Einbau des Gussasphaltestrichs sowie die Sanierung der Zufahrtsrampe vorgesehen. Die Gesamtkosten für diese Tiefgaragen-Sanierung belaufen sich auf rund 5,37 Millionen Euro.

Bei der Tiefgarage „Bahnhof“ sind insbesondere die Fugensanierung auf dem Bahnhofsvorplatz und die Betoninstandsetzung sowie der Einbau des Gussasphalts und der technischen Anlagen im ersten Untergeschoss zu nennen.

Hier rechnet die Kommune mit Gesamtkosten in Höhe von rund 8,91 Millionen Euro.

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