Lörrach Stadt kündigt Fällungen an

Lörrach. „Die Stadt beginnt mit notwendigen Baumfällungen für den Winter 2019/20. Die heißer werdenden Sommer sowie anhaltende Trockenphasen setzen dem städtischen Baumbestand zu und sorgen in diesem Jahr für eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Fällungen. Auch markante Bäume müssen aus Sicherheits- gründen gefällt werden“, teilt die Verwaltung mit.

Gefällt werden müsse etwa ein Ahorn im nördlichen Bereich des Aicheleparks. Dieser ortsbildprägende Baum sei durch multiplen Pilzbefall, die teils schon Fruchtkörper bilden, in seiner Standsicherheit soweit gefährdet, dass er aus Sicherheitsgründen entfernt werden müsse. Darüber hinaus müssten am Rande des Landschaftsparks Grütt entlang des Weges Richtung Wasserwerk ebenfalls aus Sicherheitsgründen mehrere Mammutbäume gefällt werden, die aufgrund der Trockenheit teils abgestorben seien.

„In der Regel müssen jährlich zwischen 60 und 80 Bäume gefällt werden, meist weil sie abgestorben oder nicht mehr verkehrssicher sind“, erläutert die Stadt. Die Fällungen werden immer vom 1. Oktober bis 28. Februar durchgeführt. Diesen Zeitrahmen gebe das Bundesnaturschutzgesetz vor, um den Schutz vor allem für Vögel während der Brutzeit in den Frühlings- und Sommermonaten zu gewährleisten. Lediglich abgestorbene oder nicht mehr verkehrssichere Bäume dürften außerhalb dieser Zeit gefällt werden. Genehmigungen hierfür erteile die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes.

Im Winter 2019/20 müssten „bedauerlicherweise insgesamt rund 120 Stück gefällt werden“. Die heißer und trockener werdenden Sommer zehrten an den Kraftreserven der Bäume. Veränderte klimatische Bedingungen führten dazu, dass manche heimische Baumarten wie Hainbuchen oder Fichten zunehmend absterben.

Die Stadt orientiere sich daher bei Neupflanzungen an den Empfehlungen der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) für klimaangepasste Baumarten. So hätten unter anderem der Südliche Zürgelbaum, die Purpurerle und der Amberbaum Einzug in Lörrach gefunden (wir berichteten). Darüber hinaus werde eine Durchmischung der Baumbestände angestrebt. So würden beispielsweise in der Theodor-Heuss-Straße künftig Purpurerlen und Robinien abwechselnd nachgepflanzt, wo zuvor andere Baumarten, wie der Baumhasel, abgestorben seien.

„Wir möchten die Zahl der notwendigen Fällungen so niedrig wie möglich halten“, erklärt Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Advic. „Und wo eine Fällung unausweichlich ist, werden wir durch passende Nachpflanzungen den städtischen Baumbestand erhalten“.

Grundsätzlich wird für alle gefällten Bäume Ersatz gepflanzt. Diese Nachpflanzung erfolgt erst mit einem gewissen zeitlichen Abstand, um dem Boden Zeit für Erholung zu geben und dem neuen Baum die bestmöglichen Startbedingungen zu schaffen. Hierbei kann die Ersatzpflanzung auch mit einer anderen für den Standort besser geeigneten Baumart erfolgen. Insbesondere eng be- und überbaute Gebiete, wie der Rand von Verkehrsflächen, Parkplätze oder die Fußgängerzone, sind schwierige Standorte. Dort kommen nur wenige Baumarten für eine Pflanzung in Frage. Manche Standorte sind jedoch etwa durch unterirdisch verlaufende Leitungen für die Pflanzung von Bäumen ungeeignet, so dass im Einzelfall keine Nachpflanzung erfolgen kann. In diesen Fällen ist die Stad bestrebt, andernorts für einen Ersatz zu sorgen, betont die Verwaltung.

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