Lörrach Haupthaus bleibt geschlossen

Lörrach - Das Haupthaus der Lörracher Fridolinschule bleibt vorerst  geschlossen.  Die Stadt möchte innerhalb der kommenden vier Wochen das Dach des  Gebäudes mit Fangnetzen absichern und damit „dem gewachsenen Sicherheitsbedürfnis von Schulleitung und Elternschaft Rechnung tragen“,  so eine   gemeinsame Mitteilung von Verwaltung und   Staatlichem Schulamt. Der Ersatzbetrieb wird  fortgeführt.

„Die Sicherheit der Schulgemeinschaft steht an erster Stelle“, unterstreicht  Oberbürgermeister Jörg Lutz. Wie ausführlich  berichtet, umfassten die beanstandeten Sicherheitsfragen an Lörrachs größter Grundschule die Elektroinstallationen sowie das Dach des Hauptgebäudes und der  Sporthalle.

„Die Elektroinstallationen werfen mit den sofort durchgeführten Maßnahmen und dem neuerlichen E-Check am Wochenende   keine weiteren Sicherheitsfragen auf“,  erläutert die Stadt. Auch die Decke der Turnhalle genüge den statischen Anforderungen durch die Sicherung mit Fangnetzen. Die Sporthalle sei  wieder freigegeben, der Zugang erfolge über die Schulstraße.

Verwaltung rechnet mit rund vierwöchiger Phase
Aber: Für das Dach des Schulgebäudes liege  „keine weitreichende und für einen sicheren Schulbetrieb notwendige Aussage vor,   trotz der bereits installierten Schutz-maßnahmen, die das Herabfallen der Dachziegel verhindern sollen.“
Und weiter: „Die Schulleitung und die Elternschaft wünschen ein hohes Maß an Sicherheit.   Vor diesem Hintergrund ist die Stadt Lörrach sofort aktiv geworden und hat am heutigen Montag eine nochmalige Prüfung des Daches beauftragt. In der Folge werden weitere Sicherungsmaßnahmen durch spezielle Dachfangnetze angebracht. Aufgrund der Lieferfristen für die Netze wird diese Maßnahme nach einer ersten Einschätzung nach rund vier Wochen abgeschlossen sein. Hierfür werden Teile des Schulhofs um das große Schulgebäude herum abgesichert“, erklärt die Kommune.

Kleines Schulhaus bleibt offen
Der Ersatzbetrieb „geht teilweise weiter.“ Das heißt: Die ersten Klassen und die Grundschulförderklasse verbleiben im kleinen Schulhaus auf dem Gelände der Stettener Fridolinschule. Das Mittagessen wird in der Kaltenbach-Stiftung angeboten.
Die Klassen zwei bis vier werden in den Räumen der Neumattschule unterrichtet, das Mittagessen findet in der dortigen Mensa statt.

Klassen zwei bis vier in die Neumattschule
Rektorin Christine Mörth hatte am Mittwoch wegen Sicherheitsbedenken die vorläufige Einstellung des Schulbetriebs ab Donnerstag angekündigt. Sie könne angesichts baulicher Mängel „die Verantwortung für die Sicherheit der Schüler nicht mehr übernehmen“, sagte sie unserer Zeitung. Ihre Entscheidung wurde dem Vernehmen nach vom Kollegium und der überwiegenden Mehrheit   der Elterschaft unterstützt.
Am Donnerstagabend  hatte Oberbürgermeister Jörg Lutz  signalisiert, dass die Schule am Montag wieder  ihren Betrieb aufnehmen kann. Am Freitag haben sich die beteiligten Akteure indes entschlossen, mit der Entscheidung noch zuzuwarten.

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