Lörrach Stadteingang erhält neues Gesicht

Der zweite Bauabschnitt zur Umgestaltung der nördlichen Basler und Kirchstraße wurde am Donnerstag im Ausschuss für Umwelt, Technik, Bildung und Soziales (AUT) vorgestellt. Er kostet voraussichtlich knapp drei Millionen Euro und soll zwischen Juni 2018 und Anfang 2020 realisiert werden.

Von Kristoff Meller

Lörrach. Es handle sich um „ein sehr anspruchsvolles, spannendes Projekt mit vielen Herausforderungen“, sagte Robert Schäfer, Betriebsleiter der Abwasserbeseitigung, die aufgrund der gleichzeitigen Kanalsanierungen die Koordinierung des Projekts übernommen hat. Hinzu komme die Terminsituation: „Wir müssen in zwei Jahren fertig sein“, stellte Schäfer klar. Andernfalls entfallen die für das Sanierungsgebiet „Baumgartnerstraße“ bestätigten Fördermittel des Landes (wir berichteten).

Außerdem werde jeder der vier Teil-Bauabschnitte jeweils erst „vollumfänglich fertig gebaut“, so Projektleiter Frank Beuschel in seiner Präsentation, bevor der nächste Abschnitt begonnen werde. Dadurch ergebe sich eine geringere Belastung für die Anwohner, Geschäfte und den Verkehr. „Beim dritten Teilabschnitt (Mitte bis Ende 2019) sind wir aus Zeitgründen aber gezwungen, parallel zu arbeiten“, sagte Beuschel. Dann wird der Platz am Aicheleknoten umgestaltet und zeitgleich die Kirchstraße erneuert.

Hochwertige Pflasterflächen

Im gesamten Bauabschnitt findet eine Umgestaltung der Verkehrsanlage nach Plänen des Architekturbüros Häring unter Vollausbau der Oberflächen statt. Charakteristisch für den Ausbau des Abschnitts der Basler Straße werden laut Klaus Dullisch, Fachbereichsleiter Straßen,Verkehr Sicherheit, „die hochwertigen Pflasterflächen mit einem führenden, abgesenkten Bord, welcher die Fortsetzung aus dem Bereich der Fußgängerzone darstellt“. Der Querschnitt erhalte eine klare Gliederung zur Führung der Verkehrsteilnehmer (Fußgänger/Radfahrer und Busverkehr).

Eine der von Schäfer benannten Herausforderungen ist das Dialysezentrum in der Basler Straße. Es muss aufgrund der eingeschränkten Mobilität vieler Patienten laut Beuschel „immer anfahrbar sein“. Ebenfalls von diesem, zweiten Teilbauabschnitt (Anfang bis Mitte 2019) betroffen ist der Sonntagsumzug der Fasnacht 2019, der sich in diesem Bereich normalerweise auflöst. Auch die Zufahrt für diverse Veranstaltungen in der Innenstadt werde erschwert. „Da gibt es einige Nebenkriegsschauplätze, die wir beachten müssen“, fasste Beuschel zusammen.

Und: „Bauen im Bestand, insbesondere im zentrumsnahen Kerngebiet, erfordert von allen Beteiligten Rücksichtnahme und Verständnis. Einschränkungen lassen sich nicht vermeiden“, schreibt Schäfer in der Vorlage. Vieles könne im persönlichen Gespräch oftmals auf einfache Art und Weise erläutert und geklärt werden. Darum sei beabsichtigt, während der Bauausführung den Bürgern die Gelegenheit zu bieten, zeitnah zu den wöchentlich geplanten Besprechungsterminen, ihre Anliegen mit der Bauleitung vor Ort abzustimmen. Außerdem werde in zwei Wochen eine Anwohnerinformation stattfinden.

Von der Baumaßnahme sind auch mehrere Buslinien betroffen, die je nach Bauabschnitt durch die Weinbrennerstraße umgeleitet werden. Dort werden zwei Ersatzhaltestellen eingerichtet.

Innerhalb des Baustellenbereichs befinden sich mehrere historische Gebäude wie die Stadtkirche, Dreiländermuseum, die Stadtbibliothek, oder das Pfarrhaus. Diese wurden laut Beschlussvorlage im Vorfeld der bestehenden Bausubstanz von einem Bausachverständigen hinsichtlich möglicher Erschütterungen begutachtet. Hierzu wurden im Zuge der Ausführung des ersten Bauabschnitts vergleichende Erschütterungsmessungen durchgeführt. Der bauliche Zustand der Gebäude werde zudem vor Baubeginn durch ein umfassendes vorsorgliches Beweissicherungsverfahren eines externen Gebäudesachverständigen dokumentiert.

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