Lörrach Starke Leistungsbilanz 2016

Jörg Lutz verabschiedete den hauptamtlichen Feuerwehrmann Friedrich Zeiher in den Ruhestand; links der stellvertretende Stadtkommandant Stephan Schepperle, rechts Stadtkommandant Christian Heske. Foto: Peter Ade Foto: Die Oberbadische

Von Peter Ade

Die Freiwillige Feuerwehr Lörrach ist auf Zack. Vier Abteilungen und ein Löschzug mit gut ausgebildeten Einsatzkräften, ein hoch motivierter Nachwuchs sowie zeitgemäße technische Ausstattung garantieren ein starkes Maß an Sicherheit auf höchstem Niveau.

Lörrach. „Von der Freiwilligkeit ihrer Feuerwehr wird die Stadt nicht abrücken, eine Berufsfeuerwehr kommt für Lörrach nicht in Frage“, unterstrich Oberbürgermeister Jörg Lutz am vergangenen Freitag in der Hauptversammlung der Gesamtwehr in der Festhalle Hauingen.

Heske nun Brandinspektor

Großes Lob gab’s für den stellvertretenden Stadtkommandanten Stephan Schepperle, der die Wehr während 13 Monaten ehrenamtlich leitete. Jetzt hat wieder Christian Heske das hauptamtliche Kommando.

Nach erfolgreicher Ausbildung kehrte Heske als Brandinspektor ins Rettungszentrum an der Weiler Straße zurück. Er versicherte, an Gerüchten über eine Abwanderung sei „nichts dran“. Wörtlich: „Ich stehe heute hier – damit ist alles zu diesem Thema gesagt.“

Leistungsbilanz 2016

Umfangreich war die von Schepperle aufgelistete Leistungsbilanz 2016. „Spitzenreiter“ der insgesamt 528 Hilfeleistungen – darunter 101 Sicherheitswachen – waren technische Einsätze (218), gefolgt von Bränden und Explosionen (75). In 17 Fällen erforderten Tiere das Eingreifen der Feuerwehr. 96 Mal gab’s Fehleinsätze.

64 Menschen gerettet

64 Personen konnten gerettet werden. Für sechs Menschen kam jede Hilfe zu spät. Sechs Feuerwehrangehörige verletzten sich im Übungs- und Einsatzdienst. Durchschnittlich waren bei den Einsätzen 15 Kräfte dabei. Insgesamt registrierte das Kommando 2028 Anlässe, im Mittel pro Tag sechs.

Mitglieder und Standorte

Die derzeit 228 Aktiven stehen an fünf Standorten für die Erfüllung von Feuerwehraufgaben zur Verfügung. Hinzu kommt die Altersmannschaft mit 148 Wehrleuten und Jugend mit 66 Floriansjüngern. In der Feuerwache Weiler Straße sind sieben Hauptamtliche im Schichtdienst präsent, dazu ein Verwaltungsangestellter für die Gesamtorganisation der Feuerwehr Lörrach.

Die Jugendfeuerwehr kennt entgegen dem Landestrend kaum Nachwuchssorgen. Bei 147 Übungsabenden standen allgemeine Jugendarbeit und feuerwehrtechnische Ausbildung im Mittelpunkt. Hinzu kamen Lageraufenthalte und Fahrten.

Schuster: Ehrenamt stärken

„Ihre Arbeit ist ein wichtiger Beitrag zum subjektiven Sicherheitsgefühl der Bevölkerung“, würdigte der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster die Feuerwehr. Er sprach sich für die Stärkung des Ehrenamtes aus und will sich dafür einsetzen, dass, dass es für jeweils fünf ehrenamtliche Jahre einen Rentenpunkt gibt.

Schuster berichtete, dass ein Bundesgesetz die Rettungskräfte in Zukunft vor tätlichen Angriffen und Belästigungen im Dienst besser schützen werde. Er ermutigte die Feuerleute, „unmögliches Verhalten“ sofort anzuzeigen. Unter Umständen drohe solchen Aggressoren neuerdings eine Freiheitsstrafe. n Über Wahlen, Ehrungen, Beförderungen und Verabschiedungen berichten wir noch.

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