Lörrach Startschuss für die Mobilitätsdrehscheibe Brombach

Marco Fraune

Der offizielle erste Spatenstich für die Mobilitätsdrehscheibe Brombach ist am Freitagmorgen erfolgt. Damit sollte speziell auf das Projekt als solches aufmerksam gemacht werden. Denn: „Dass hier eine Baustelle ist, weiß inzwischen jeder in der Stadt“, verwies Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic auf den Bombenfund.

Von Marco Fraune

Lörrach. Zwei Tage vor dem Spatenstich war ein Baggerfahrer auf einen Blindgänger gestoßen weshalb letztlich etwa 3000 Menschen evakuiert werden mussten. Am Folgetag hat er zwei Leitungen getroffen und für einen halbstündigen Stromausfall gesorgt. Ohne solche Störungen verlief am Freitag der offizielle Startschuss für die etwa zehn Monate dauernde Baumaßnahme. Währenddessen soll der Bahnsteig immer zugänglich sein, aber die Fußgängerverkehrsströme je nach Bauphase angepasst werden.

Los geht es mit dem Bau der temporären Zufahrt zur Firma Vacuform für die Werksanlieferung. Es folgt der Bau des Parkplatzes mit 61 städtischen Stellplätzen, davon sechs mit Elektroladestation. Im dritten Bauabschnitt steht der Bau des Busbahnhofs an, währenddessen müssen die Haltestellen verlegt werden. Ziel ist, den Betrieb der Halle Brombach dauerhaft zu ermöglichen, heißt es von Seiten der Stadt.

2,55 Millionen Euro

Diese trägt von den Gesamtkosten 1,9 Millionen Euro. 650 000 Euro übernimmt die Schöpflin-Stiftung, 500 000 Euro das Land, 118 000 Franken der Basler Pendlerfonds. Als ausführende Firmen vor Ort ist das Planungsbüro Rapp Regioplan und die Baufirma Vogel Bau aus Lahr.

Neben den städtischen Parkplätzen soll es 52 Parkplätze der Schöpflin-Stiftung (zwei mit Elektro) und zwölf von Vacuform geben. Hinzu kommen zwölf Motorradstellplätze sowie 48 Radstellplätze, sechs für Ladenräder und fünf Bike+Ride-Boxen. Der Busbahnhof soll von zwei auf vier Busstandplätze erweiteret werden. Zusätzlich ist Raum für einen möglichen Shuttlebus zwischen dem Bahnhof Brombach und dem Zentralklinikum.

Viele Wünsche, Bedürfnisse und Belange galt es laut Bürgermeisterin unter einen Hut zu bringen. Die Verknüpfung der Verkehrsarten treibe die Stadt dabei an.

Parkhaus ist Geschichte

Mit Dank blickte sie in Richtung Hermann Kugelmann von Vacuform. Denn: Im Jahr 2016 war noch ein Parkdeck am S-Bahn-Halt geplant, doch seit 2019 aus Kosten-Nutzen-Gründen dann ein vergrößerter Busbahnhof- und Parkbereich. „Die Mobilitätsdrehscheibe ist nicht nur für den Ortsteil Brombach, sondern von größerer Bedeutung für die Region“, so Neuhöfer-Avdic.

Zufrieden zeigte sich auch Ortsvorsteherin Silke Herzog. „Nach der Aufregung am Mittwoch folgt jetzt die große Freude auf das Projekt.“ Zugleich unterstrich sie angesichts der Diskussion im Gemeinderat um die Ausformung einer Mobilitätsdrehscheibe, dass Parkplätze auch erforderlich seien – sowohl für den Betrieb der Sporthalle als auch für die Schöpflin-Stiftung.

Letztere hat auch mit der Stadt die Bauherrenschaft für das Gemeinschaftsprojekt, bei dem Bomben weiterhin im Blick bleiben sollen.

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