Lörrach Steigende Preise und Lieferengpässe bremsen

Marco Fraune
 Foto: Gabriele Hauger

Die Arbeiten an den großen Bauprojekten in der Stadt Lörrach schreiten zum Teil gut voran, doch die stetig steigenden Kosten und Lieferengpässe bremsen teilweise aus. Positiv stellt sich die Entwicklung personell im Fachbereich Hochbau dar.

Von Marco Fraune

Lörrach. Um den jüngsten Personalengpass hier zu überbrücken, wurden bei der Sanierung der Friedolinschule und dem Neubau der Sporthalle delegierbare Aufgaben des Projektmanagements an ein Lörracher Büro extern vergeben. Seit Mai hat sich die Zahl der unbesetzten Stellen beziehungsweise von langer Krankheitsvakanz betroffenen Stellen aber reduziert. Nunmehr sind statt 77 Prozent insgesamt 84 Prozent der Stellen besetzt. Seit Monatsanfang gibt es mit Robert Schäfer auch einen neuen Leiter des Fachbereichs.

Höhere Erzeugerpreise

Unverändertes Problem bleibt die aktuelle Preissteigerung bei Bauprojekten, wie dem Ausschuss für Umwelt und Technik am Donnerstagabend in einer Präsentation dargelegt wurde. Wie erst vor wenigen Tagen bundesweit berichtet, stiegen im August die als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation geltenden Erzeugerpreise gewerblicher Produkte – im Vergleich zum Vorjahresmonat im Schnitt um 45,8 Prozent. Für Januar stand der Wert von 25 Prozent, der bis Juli kontinuierlich auf 37,2 Prozent stieg. Nunmehr liegt der höchste Anstieg seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949 vor. „Steigende Energiepreise sind hier hauptverantwortlich“, weiß auch der Fachbereich Hochbau. Diese verteuern Transport und Herstellung der Baumaterialien.

Albert-Schweitzer-Schule

Froh sind die Bau-Verantwortlichen der Stadt, dass bei der Erweiterung und dem Umbau der Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule 99 Prozent der Kosten aus der Kostenberechnung beauftragt wurden. Das Budget betrug 17 Millionen Euro, die aktuelle Kostenprognose liegt bei 16,9 Millionen Euro zuzüglich Digitalisierung. Im Januar gab es zudem eine Zusage von knapp 2,3 Millionen Euro aus dem Schulbaufördertopf. Die Baufertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für Dezember vorgesehen. Doch: Aktuell gibt es Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Materialien, was teils zu Verzögerungen führt.

Die Fridolinschule

Bei der Sanierung der Fridolinschule sind 62 Prozent der Kosten aus der Kostenberechnung der Schulhäuser beauftragt und der genehmigte Gesamtkostenrahmen sei eingehalten, zum Teil unterschritten, was laut Verwaltung einen Puffer verschaffe. Die ersten Ausschreibungen für die Sporthalle seien in Bearbeitung. Das Budget für die Gesamtmaßnahme beträgt rund 13,5 Millionen Euro.

In den Schulhäusern sind die Abbrucharbeiten weitgehend abgeschlossen, mit den Trockenbauarbeiten wurde laut Sachstandsbericht im vergangenen Monat begonnen. „Die Ausführung der Arbeiten liegt im vereinbarten Zeitrahmen.“ Der Umzug der Schule soll in den Sommerferien 2024 erfolgen.

Kita im Grütt

Beim Kindergarten im Grütt sind bereits 83 Prozent der Kosten aus der Kostenberechnung von seinerzeit vier Millionen Euro beauftragt. Die aktuelle Kostenprognose liegt bei 4,7 Millionen Euro. Zwischendurch wurden noch Mittel nachträglich für den Haushaltsposten bewilligt.

Der geplante Einzug ist im April nächsten Jahres vorgesehen. Als Risiko wird die aktuelle Baupreissteigerung angesehen sowie zeitliche Verzögerungen infolge unwirtschaftlicher und fehlender Angebote. Ein Beispiel: Die Ausschreibung Türen/Zargen musste aufgehoben werden, da das einzige erhaltene Angebot unwirtschaftlich war.

Weitere Projekte

Abgeschlossen wurde mit der Einweihung das Projekt Museumsdepot-Neubau. Aktuelle Kostenprognose hier: 6,3 Millionen Euro. Weitere Projekte im Hochbau sind und waren die Aufwertung des Spielplatzes Krake, der bis 2025 sukzessive erneuert werden soll. In den Herbstferien ist die Fertigstellung des zweiten Rettungswegs an der Astrid-Lindgren-Schule Hauingen geplant. Die Umsetzung der Brandschutzmaßnahmen in der Hellbergschule erfolgte bereits in den Sommerferien.

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