Lörrach Sterben in vertrauter Umgebung

Thomas Gebhart (v. l.), Armin Schuster, Claudia Deichsel und Dirk Erbe im Gespräch vor dem Hospiz am Buck Foto: zVg/Florian Exner Foto: Die Oberbadische

Lörrach. Auf Einladung von Armin Schuster (CDU), Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Lörrach-Müllheim, besuchte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit, Thomas Gebhart, MdB, kürzlich das Hospiz am Buck in Lörrach.

Neue ambulante Palliativversorgung seit März für den Landkreis

Leiterin Claudia Deichsel berichtete über ihre alltägliche Arbeit im Hospiz als einen Ort, an dem todkranke, sterbende Menschen Geborgenheit finden und in einer geschützten Atmosphäre liebevolle Zuwendung und eine qualifizierte fachliche Pflege erfahren.

Dirk Erbe, niedergelassener Internist und Palliativmediziner, vertrat das neu gegründete Palliativnetz Lörrach: „Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung, die seit März im Landkreis arbeitet, hilft dabei, dass Betroffene am Lebensende auch zu Hause bleiben können“, erklärte Erbe. „Gemeinsam mit den Angehörigen, den Hausärzten, den Pflegediensten und den ambulanten Hospizgruppen betreuen palliativ ausgebildete Pflegekräfte und Ärzte die Sterbenden in ihrer vertrauten Umgebung.“

Armin Schuster bekräftigte seine Unterstützung: „Anstatt für ein Gesellschaftsbild zu werben, in der Ältere oder kranke Menschen ,entsorgt’ werden, trete ich für eine Gesellschaft ein, in der das Leben ,bis zuletzt’ in einer humanen Art und Weise garantiert wird“, betonte Schuster.

Claudia Deichsel und Dirk Erbe sprachen auch eine Reihe von aktuellen Herausforderungen und Problemen an.

Staatssekretär Gebhart zeigte sich beeindruckt vom hohen Engagement und der großen inneren Überzeugung, mit der die Arbeit getragen wird. Er kündigte an, die offenen Fragen mit nach Berlin zu nehmen.

Hilfe und Trost, aber auch Zuversicht und Stütze

Gebhart: „Hospizarbeit bedeutet gelebte Solidarität und Nächstenliebe. Im Hospiz am Buck stehen den Sterbenden und ihren Angehörigen seit vielen Jahren verschiedene Professionen zur Seite. Sie geben in schweren Stunden Hilfe und Trost, aber auch Zuversicht und Stütze. Dies ist keine leichte Aufgabe. Einmal mehr möchte ich hierfür daher meinen tiefen Respekt und meine große Anerkennung aussprechen.“

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