Anzeige Tag der Umwelt und Erneuerbare Energien

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Kreis Lörrach (pad). Der Weltumwelttag oder „Tag der Umwelt“ ist ein Aktionstag, der am 5. Juni begangen wird. Am 5. Juni 1972, dem Eröffnungstag des ersten Weltumweltgipfels in Stockholm, wurde der Tag offiziell vom United Nations Environment Programme (UNEP, Umweltprogramm der Vereinten Nationen) ausgerufen. Seither beteiligen sich weltweit jährlich rund 150 Staaten. Seit 1976 findet der Weltumwelttag auch in Deutschland statt.

Unter Umweltschutz versteht man alle Maßnahmen zum Schutz der Umwelt mit dem Ziel der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlage aller Lebewesen. Zudem sollen Beeinträchtigungen oder Schäden behoben werden, die der Mensch verursacht hat. Zu den wichtigsten Handlungsfeldern zählen Klima-, Wald- und Gewässerschutz. Aktuell werden vor allem die Probleme der globalen Erwärmung und Luftverschmutzung diskutiert.

500 Kilogramm

Fast 500 Kilogramm Haushaltsabfall erzeugt im Schnitt jeder Einzelne in Deutschland pro Jahr. Dazu gehören Restmüll, Bioabfälle, Wertstoffe, Sperrmüll und sonstige Abfälle wie Elektrogeräte, Batterien und Farben. Im Jahr 2019 kamen so laut Statistischem Bundesamt insgesamt 38 Millionen Tonnen Abfall zusammen. Zum Vergleich: Ein schwerer Lastwagen mit Anhänger darf in Deutschland bis zu 40 Tonnen transportieren und misst maximal 18,75 Meter. Würde man den deutschen „Müllberg“ auf Lastzüge verteilen, bräuchte man 950 000 Lastwagen. Aneinandergereiht würden sie ungefähr von Deutschland bis nach Neuseeland reichen.

Bei vielen Menschen wächst das Bewusstsein dafür, dass die Ressourcen der Erde begrenzt sind, und dafür, dass der Abfall der Umwelt, den Menschen und dem Klima schadet. Auch wenn kaum mehr Abfälle in Deutschland in Deponien vergraben werden, belastet die Entsorgung die Umwelt. Deshalb setzen Politiker und Verbraucher auf einen nachhaltigen Umgang mit Abfällen und Wertstoffen. Abfall ist ein weltweites Problem, denn er belastet die Umwelt und letztlich das Klima auf vielfältige Weise. So tragen Kunststoffabfälle, die umgangssprachlich meist als Plastik bezeichnet werden, erheblich zur Umweltbelastung bei. In den Medien sind zum Beispiel immer wieder Bilder von großen Plastikmengen in den Weltmeeren zu sehen. Kunststoffe bedrohen das Leben der Tiere, die im und vom Meer leben. In den Mägen von Seevögeln finden Forscher beispielsweise viel Kunststoff. Tiere verhungern mit vollem Magen.

Nur wenig wird recycelt

Die Herstellung von Kunststoffen in großem Maßstab begann in den 1950er-Jahren. Seitdem ist die Produktion enorm angestiegen. Weltweit werden über 400 Millionen Tonnen Kunststoffe im Jahr produziert, mehr als ein Drittel davon für Verpackungen.

Global werden nur 14 Prozent der Kunststoffverpackungen recycelt, wobei es sich oft um ein sogenanntes Downcycling zu minderwertigeren Produkten handelt. 40 Prozent der gebrauchten Verpackungen landen auf Mülldeponien und 14 Prozent in Müllverbrennungsanlagen. Die restlichen 32 Prozent gelangen in die Umwelt, in Meere und andere Gewässer.

Ähnliche Umweltauswirkungen hat die Entsorgung ausgedienter elektronischer Geräte wie Smartphones, Fernseher oder Haushaltsgeräte. Häufig werden Haushaltsgeräte ersetzt, obwohl sie noch voll funktionstüchtig sind. Grund sind oft aktuellere Modelle und die immer schnellere Entwicklung neuer Software, die von alten Smartphones und Computern nicht mehr genutzt werden kann.

Fortschritte beim Strom

Geht etwas kaputt, wird nicht repariert, sondern neu gekauft. Neue Produkte sind oft günstiger als aufwendige Reparaturen. Das führt dazu, dass Elektroaltgeräte der am schnellsten wachsende Abfallberg weltweit sind.

Die Erde ist nur begrenzt belastbar, die Ressourcen sind endlich. Zur Umstellung auf erneuerbare Energien gibt es keine Alternative. Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss weiter an Fahrt aufnehmen, sodass Energie in Baden-Württemberg schnellstmöglich weitgehend treibhausgasneutral erzeugt wird. Starke Fortschritte wurden im Stromsektor erreicht. Künftig müssen aber auch die Sektoren Wärme und Mobilität einen deutlich stärkeren Beitrag leisten.

Bei der Stromerzeugung ist die Wasserkraft eine wichtige erneuerbare Energiequelle in Baden-Württemberg. Neben 65 Anlagen, die mit einer Leistung von mehr als einem Megawatt zur großen Wasserkraft zählen, sind im Südwesten rund 1700 Anlagen mit einer Leistung unter einem Megawatt anzutreffen.

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