Lörrach Teilbereich der „Krake“ ist saniert

Gabriele Hauger

Die kleine Henriette zieht es gleich zum neuen großen Kletter- und Balancierparcours, während die Presse zum Vorort-Termin geladen ist. Es riecht gut nach frischem Holz, und schon morgens testen einige Kinder den neuen Bereich aus, der Krokodil und Dino ersetzt. Eine offizielle Einweihung erfolgt im Herbst.

Von Gabriele Hauger

Lörrach. Die offene Kletterlandschaft bietet vielfältige Bewegungsanreize. Eingestiegen werden kann an jedem Punkt, es gibt unterschiedliche Wege mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen – je nach Alter und Bewegungsdrang. Dies erläutert Christina Stratz, Fachbereich Hochbau. „Jedes Kind findet hier seine Ecke. Hier wird es keinem langweilig.“ Der Parcours fördere bei den Kindern Entscheidungsfähigkeit und Konzentration und schule das Raumgefühl. Rund vier Kubikmeter Robinienholz wurden verbaut.

Besonders stolz ist er auf die in Lörrach bisher einmalige Wackel-Kletterwand sowie die besondere Geländerrutsche. Gemeinsam mit der Firma FHS Holztechnik war die neue Spiellandschaft entwickelt worden. Die so entstandene Koproduktion ist ein Unikat.

Ähnlich übrigens wie der Spielturm im Rosenfelspark, der sogar unter dem Markenname „Spielturm Lörrach“ firmiert und bestellt werden kann, wie Stratz nebenbei erläutert.

Für 60.0000 Euro

60 000 Euro hat die neue Anlage gekostet. Nun wird noch nach einem Namen für das neue Gerät gesucht. Nach den Sommerferien wird ein Aufruf gestartet.

Nächstes Jahr soll dann der zweite und dritte Spielplatz-Bereich in Angriff genommen werden: für Kleinkinder und Wasserspiel. Eingeplant sind hierfür 100 000 Euro. Hier solle dann besonders auf Barrierefreiheit geachtet werden, betont Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic. Und zwar nicht nur der Kinder wegen, die dies benötigen, sondern auch wegen deren Eltern oder Großeltern. Schließlich solle der ganze Spielplatz für alle Generationen einladend sein. Dazu gehören auch entsprechende Sitzgelegenheiten und Schattenplätze.

Auch das viel diskutierte Thema einer öffentlichen Toilette sei sicher noch nicht vom Tisch, erklärt die Bürgermeisterin. Zwar gebe es die „nette Toilette“ in der Tennisklause. Diese allerdings sei eben nur zu deren Öffnungszeiten nutzbar.

Die gesamten Sanierungsarbeiten der „Krake“ sollen dann bis im Jahr 2025 abgeschlossen sein.

Auf Spielplätzen wird Sicherheit groß geschrieben

Gerade, wo Kinder spielen, muss bestmöglichste Sicherheit gewährleistet sein. Eine DIN-Norm legt genau fest, wo welche Geräte auf Spielplätzen wie positioniert werden dürfen.

Regelmäßige Sicherheitskontrollen sind ebenso selbstverständlich. So werden auch in Lörrach sämtliche Spielplätze einmal wöchentlich geprüft, erläutert Christian Stratz vom zuständigen Fachbereich Hochbau (Landschaftsplanung, Bauunterhaltung, Freiflächen). Übernommen wird dies von Mitarbeitern des Werkhofs. Seit zwei Jahren sind diese Software gestützt mit Tablet auf den Spielplätzen unterwegs. Deren Zustand wird fotografiert, dokumentiert, mit Zeitstempel versehen, so Stratz.

Hauptinspektion einmal im Jahr

Einmal im Jahr findet eine Hauptinspektion statt. „Dafür holen wir uns einen externen Anbieter nach Lörrach, obwohl wir das von den Voraussetzungen her selbst tun könnten.“ Grund dafür laut Stratz: „Ein Blick von außen ist immer gut – das hilft gegen Betriebsblindheit.“

Um der neuen DIN-Norm zu entsprechen, werden auch an der „Krake“ neue Hinweisschilder aufgestellt, was wo und wie erlaubt ist. Außerdem ist eine Notrufnummer angeschrieben. Neu ist auch, dass Besucher des Spielplatzes eventuelle Schadensmeldungen an Spielgeräten oder Sitzgelegenheiten direkt melden können: Via QR-Code landet man direkt an der entsprechenden Stelle und kann auch angehängte Fotos verschicken.

Glücklicherweise sei Vandalismus auf der „Krake“ kein akutes Problem. Natürlich komme es immer mal wieder zu kleineren Beschädigungen, erklärt Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic, dies aber bisher im allgemein üblichen Rahmen.

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