Lörrach Traumberuf Lehrerin

Jutta Krauel Foto: Gottfried Driesch Foto: Die Oberbadische

Lörrach-Brombach (dr). Jutta Krauel war unermüdlich: als Lehrerin und Rektorin der Pestalozzi-Förderschule, als Gemeinde- und Kreisrätin, als ehrenamtliche OB-Stellvertreterin, als Vorsitzende des SPD Ortsvereins Brombach und als Vorsitzende des AWO-Ortsverbandes Brombach-Haagen-Hauingen. Morgen feiert sie ihren 80. Geburtstag.

Geboren wurde sie am 23. Februar 1940 als Jutta Rohde in Königsberg in Ostpreußen. Mit gerade fünf Jahren musste die Familie vor der Roten Armee fliehen. Die Jubilarin landete mit ihren drei älteren Geschwistern, die alle noch leben, in Dänemark. Drei Jahre verbrachten sie dort in einem Internierungslager.

Als die Familie wieder nach Deutschland zurückkehrte, kamen sie nach Altdorf bei Ettenheim. Dort besuchte Jutta Krauel zunächst die Schule, um 1958 in Ettenheim das Abitur zu machen. Daran schloss sich ein Lehramtsstudium an der pädagogischen Hochschule Freiburg an. An der Hochschule lernte sie ihren späteren Mann Peter Krauel kennen. 1971 heiratete das Paar. Peter Krauel wurde 1978 Pfarrer in Brombach. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor. Diese trat in die Fußstapfen ihrer Mutter und ist heute Sonderschulpädagogin.

Ihre erste Lehrerstelle trat Jutta Krauel in Hauingen an. „An diese Zeit habe ich die angenehmsten Erinnerungen“, erinnerte sich die Jubilarin. „Gefühlt“ hätten sich damit ihre beruflichen Träume bereits erfüllt.

Zwei Jahre später wurde sie an die Schule in Brombach versetzt, um sich dort um lernbehinderte Kinder zu kümmern. „Eine interessante Aufgabe, bei der man den benachteiligten Schülern sehr helfen konnte“, sagte Krauel. Daraufhin absolvierte sie in Stuttgart eine Zusatzausbildung zur Sonderschullehrerin. 1966 wurde sie Rektorin der Pestalozzi-Förderschule. Dieses Amt bekleidete sie bis zur Pensionierung 2004.

Neben ihrem Schuldienst war sie nicht nur in den aufgezählten Ehrenämtern politisch tätig, sondern auch 15 Jahre lang Kreisvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) und bis 1999 deren Chefin für die Region Südbaden. Obendrein wirkte sie als Personalratsvorsitzende der Lehrerschaft im Landkreis und später in ganz Südbaden.

Noch immer ist die Jubilarin in zahlreichen Vereinen Mitglied. Die Redaktion gratuliert und wünscht alles Gute.

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