Lörrach Trotz Krise weiter auf Kurs

Philipp Bohner informierte die Besucher über die Lage der Lebenshilfe (Archivfoto) Foto: Denis Bozbag

Lörrach - Die nominierten CDU-Kandidaten Armin Schuster (Bundestag), Christof Nitz und Anja Herzog (Landtag) sowie der Kreistagsfraktionsvorsitzende Paul Renz verschafften sich kürzlich bei der Lebenshilfe in Lörrach einen Einblick in deren momentane Situation.

Empfangen wurden sie von Geschäftsführer Philipp Bohner. Dabei kamen die Anwesenden ohne große Vorstellungsrunde aus – man kenne sich und schätze den langjährigen Dialog miteinander, so Bohner laut einer Mitteilung. Denn sowohl die Kreistagsfraktion der CDU als auch Armin Schuster besuchten die Einrichtung in der Vergangenheit regelmäßig.

Stark geprägt wurde das Treffen natürlich von der Corona-Krise, wie die meisten Unternehmen wurde auch die Lebenshilfe vor große Herausforderungen gestellt, heißt es in der Mitteilung. Das Angebot musste stark reduziert werden, doch glücklicherweise traf man auf viel Verständnis seitens der Kunden, berichtete der Geschäftsführer: Es sei nicht so, dass man nicht mehr tun wolle, sondern man kann einfach nicht mehr anbieten, da die Hygieneauflagen das Mögliche stark einschränken.

Trotz der Schwierigkeiten der Krise sei die Stimmung aber weitgehend positiv und die Lebenshilfe Lörrach weiterhin auf Kurs. Man habe sich sogar dazu entschlossen, aus eigenen Mitteln neuen, umstandsgerechten Wohnraum zu schaffen. Die geplanten Wohnungen sollen den Bedürfnissen der hilfebedürftigen Menschen gerecht werden aber dennoch keinen Sonderbau darstellen, der in einigen Jahren vielleicht nicht mehr zu gebrauchen sein wird.

Kritik an enormer Bürokratie

Eine besondere Herausforderung dieses Projekts ist die Finanzierung, denn fest steht, dass die Wohnungen zu einem Preis angeboten werden sollen, der auch von finanziell schwächeren Menschen aufgebracht werden kann.

Wie Christof Nitz und Anja Herzog schon von anderen Unternehmern auf ihrer Tour durch den Wahlkreis gehört hatten, wurde auch hier über die enorme Bürokratie geklagt. Man müsse Ressourcen und Zeit investieren, die anderswo dringender gebraucht würden.

Ein weiteres Anliegen sind laut der Mitteilung die finanziellen Mittel, denn diese werden nur auf ein Jahr im Voraus fest zugesagt, was die Lebenshilfe planerisch vor Herausforderungen stellt.

Mehr Engagement des Kreistags und der Landesregierung wünscht sich Bohner auch für das Sozialbudget des Landkreises sowie für die weitere Förderung der Schulsozialarbeit und der Inklusion.

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