Lörrach Tumor ist kein Todesurteil

Peter Ade
Vor dem Organmodell (v.l.): Oberbürgermeister Jörg Lutz, Landrätin Marion Dammann sowie die Leitenden Ärzte Richard Fischer und Jan Knoblich. Foto: Peter Ade

Lörrach - Eine Krebserkrankung kann jeden treffen. Die Therapievielfalt stimmt hoffnungsvoll, ist aber häufig für den Laien unüberschaubar und verwirrend. Vor diesem Hintergrund war der dritte Lörracher Krebstag am Samstag im Burghof eine wertvolle Orientierungshilfe.

Landrätin Marion Dammann würdigte als Schirmherrin das hohe Niveau der Versorgung von Krebspatienten und die großen Anstrengungen in präventiver Hinsicht.

Dammann rühmte den Einsatz des vor bald 20 Jahren gegründeten Schwerpunkts für Onkologie. Wörtlich sagte sie: „Es war richtig und gut, das Thema Krebs aus der Tabu-Ecke zu nehmen und mitten in der Gesellschaft zu platzieren.“ Zertifizierte Zentren garantierten eine Patientenversorgung auf höchstem Niveau.

Für Zentralklinikum

Die Anstrengungen der Stadt, für ein gesundes Leben in Lörrach zu sorgen, unterstrich Oberbürgermeister Jörg Lutz. Als Beispiele nannte er die Präventionsarbeit in den Schulen sowie die Angebote der Volkshochschule und der Seniorenarbeit.

Leidenschaftlich verteidigten Dammann und Lutz die Entscheidung zum Bau des Zentralklinikums Entenbad. Die angestrebte Bündelung und Vernetzung medizinischer Spitzenleistung sei alternativlos angesichts der zunehmenden Herausforderungen im Gesundheitswesen.

„Das Thema Krebs geht uns alle an“, unterstrich Professor Richard Fischer als Wissenschaftlicher Koordinator des Onkologischen Schwerpunkts und Gesamtverantwortlicher des Krebstags. Fischer betonte die „heimatnahe Versorgung von Patienten auf universitärem Niveau“ und die bestehende gute Teamarbeit der verschiedenen medizinischen und pflegerischen Disziplinen.

Laien im Blickpunkt

Im Rahmen des Krebstags gab es Impulsvorträge sowie Diskussionen mit Experten und auswärtigen Gästen aus unterschiedlichen Bereichen. Die Vorträge waren an Laien gerichtet und boten viel Raum für persönliche Fragen.

Über 300 Besucher konnten sich in Vorträgen, an Ausstellungsständen und in Beratungsgesprächen über den aktuellen Stand der Krebsdiagnostik und Krebstherapie informieren.

Eines wurde deutlich: Ein Tumor ist kein Todesurteil. Freilich bringt der Kampf gegen Krebs nicht nur körperliche, sondern auch psychische Belastungen. Viele Betroffene leiden unter Ängsten, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Depression und Hoffnungslosigkeit.

Besonders spannend waren die Führungen durch das begehbare Gebärmutter- und Darmmodell. Anschaulich wurde aufgezeigt, wie Krebs entsteht und Frühformen geheilt werden können.

Viele Aussteller

Im Foyer des Burghofs stellten das Brustkrebs- und das Darmkrebszentrum, Selbsthilfegruppen und Ambulante Hospizgruppen, Sanitätshäuser, Therapeuten, Pharmazeuten und die Kunsttherapie aus. Dass auch der dritte Lörracher Krebstag auf großes Interesse stieß und den Nerv vieler Menschen getroffen hat, freute die Organisatoren und Referenten gleichermaßen.

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