Lörrach - Mit Megaloh, Public Service Broadcasting, PeterLicht, Dan Mangan, Tristan Brusch und Tiavo ist das Line-up der Konzerte beim Between the Beats Festival im Burghof Lörrach am 12. und 13. April 2019 vollständig. Mit Blackout Problems und Gran Noir stehen ebenfalls die beiden Between the Beats-Konzerte im Alten Wasserwerk am späteren Abend des 13. April 2019 fest. Der Ticket-Vorverkauf hat begonnen.

Zum Einstieg geht es mit Tristan Brusch (12.4.) gleich ins Paradies. Die Musik seines gleichnamigen Debütalbums ist anarchisch, ausgelassen und extrem hip. Brusch unterzieht den Hörer einer psychedelischen Genusstherapie. Wie ein glitzerndes Gewitter aus heiteren Amüsements, höchst erwachsenen Liebeserklärungen und hitzigen Kampfansagen erschüttert und begeistert dieser Chanson-Pop, schreiben die Veranstalter.

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„Eine Gesellschaft ohne PeterLicht (12.4.) kann überleben, aber nicht lange“, heißt es weiter. Nach sieben Jahren hat im Herbst 2018 ein neues Studioalbum des Universalkünstlers das Licht der Welt erblickt. PeterLicht hat seinen Sound in die Zukunft übersetzt und in seinen Texten und Arrangements neue Zutaten eingekocht.

Der Kanadier Dan Mangan (12.4.) fing als bärtiger Troubadour in verrauchten Clubs an, landete einige Top-Ten-Hits in seiner Heimat und gewann mehrere JUNO Awards. Jetzt kehrt er zurück zu seinen Anfängen und konzentriert sich aufs Wesentliche. Statt weitschweifiger Metaphern kommt er jetzt direkt zum Punkt, an die Stelle komplexer Arrangements tritt geradlinige Schlankheit. Ergebnis dieser äußeren Beschränkung sind auf der jüngsten Platte „More or Less“ emotional verdichtete Songs über die großen Fragen dieser Welt.

Das Londoner Indie-Duo Public Service Broadcasting (12.4.) steht für spektakuläre Effekte in Sound und Show. Es ist wahrscheinlich die erste Band bei Between the Beats, die bereits vor Tausenden in der altehrwürdigen Royal Albert Hall aufgetreten ist. Elektronisch flirrende Sphärensounds und sich auftürmende Gitarrenwände machen die imposanten Klangwelten von Public Service Broadcasting aus, die passend zur Musik immer von aufwändigen Videoprojektionen begleitet werden. Ihr jüngstes Album „Every Valley“ widmet sich der erlöschenden Steinkohleindustrie in South Wales, den damit verbundenen sozialen Verwerfungen und der Anfälligkeit für populistische Rattenfänger.

Für Tiavo (13.4.) ist 2018 ein großes Jahr. Nach Release ihrer ersten EP „Fast Unfassbar“ (2016) kam mit „Oh Lucy“ im März 2018 das Debütalbum des Saarbrückener Rap-Duos heraus. Das Erstlingswerk bestätigt das Talent von Tiavo, unterschiedliche Genres gekonnt und authentisch zu vereinen. Der Crossover-Stil aus harten Gitarrenriffs, Rap und Gesang liegt nicht zuletzt in der Tatsache begründet, dass Rapper Lucy mit Hip-Hop und Produzent Deon mit Rock groß geworden ist. Diese Mischung hat es in sich und brachte dem Duo schon einige erfolgreiche Auftritte als Support, Special Guest bei Genetikk und Festival-Gigs.

In der deutschen Hip-Hop–Szene hat sich Megaloh (13.4.) einen besonderen Status erarbeitet. Auf seine Musik können sich alle einigen. Rap ist für ihn ein narratives Vehikel, gleichzeitig aber auch eine Kunstform. Er ist als MC in den letzten Jahren noch stark gewachsen und wird den hohen Erwartungen als Hoffnungsträger einer neuen Ära des deutschen Hip-Hop gerecht.

Gran Noir (13.4.) sind eine Schweizerisch-Deutsche Indie-Rock Band, die 2011 in Peking gegründet wurde. Was mit Reisschnaps in Peking, WG-Partys und ein bisschen Getrommel und Gezupfe in einem Bunker begann, ist gereift.

Blackout Problems (13.4.) zeigen sich zwei Jahre nach ihrem Debut „Holy“, das direkt in die Albumcharts einschlug und in ausverkaufte Konzerte mündete, mit dem aktuellen Album „Kaos“ als musikalisch wie persönlich gewachsene Alternative-Rock Band, der man die emotionalen Extremsituationen eines Lebens zwischen Dauer-Tour und künstlerischem Befreiungskampf anhört.