Lörrach Ungewöhnliche Türöffner zur Kultur

Beteiligt an der Projektwoche (v. l.): Jonathan Grimm, Henriette Brenner-Boll, Sonja Mohren, Siri Thiermann, Marius Rehm und Alice Serra. Foto: Nele Höfler Foto: Die Oberbadische

Von Nele Höfler

Lörrach. Jährlich führt das Evangelische Jugendwerk (ejw) an einer ausgewählten Schule, das Schulprojekt „Life’n’Rhythms“ durch. Dieses Jahr ist die Theodor-Heuss-Realschule an der Reihe. 60 ehrenamtliche Mitarbeiter reisen für die Projektwoche aus ganz Deutschland an. „Eine riesige Gruppe talentierter Jugendlicher, die alle wunderbare Ideen mit sich bringen“, erzählte Schulleiterin Sonja Mohren am Freitag bei einem Pressegespräch. „Wir sind enorm glücklich, das Projekt dieses Jahr an unserer Schule zu haben. Ein Projekt dieser Größe wäre für die Schule allein nicht realisierbar, die Lehrerschaft könnte es nicht abdecken.“

Für die Schüler der achten und neunten Stufe ist die heute beginnende Woche eine ganz besondere und verläuft völlig anders wie ihr gewohnter Schulalltag. Morgens starten sie gemeinsam mit einer Chorprobe in den Tag, anschließend belegen sie verschiedene Workshops, für die sie sich im Vorfeld entscheiden konnten. Somit wird den Kindern die Möglichkeit geboten, sich in neu entstehenden Gruppen intensiv mit ihren Interessen zu beschäftigen.

Von verschiedenen Instrumenten, über Möbeldesign bis zu Akrobatik ist alles dabei: „Bei unserem Workshop-Angebot haben wir versucht, alle Interessen der Schüler zu berücksichtigen. Ziel ist es, den Kinder einen Zugang zu Kultur zu verschaffen, weshalb alle unsere Angebote einen künstlerischen Bezug besitzen“, berichtete Marius Rehm, der als Mitglied des Leitungsteams für das Programm zuständig ist. Zur Stärkung zwischendurch kümmert sich eine Gruppe um das Mittagessen für die 300 Teilnehmer.

Geleitet werden die Workshops von den Ehrenamtlichen Mitarbeitern des ejw: „Wir alle sind junge Leute mit Interesse an Jugendarbeit und haben einen Bezug zu verschiedenen künstlerischen Tätigkeiten. Uns macht es Spass, diese weiterzugeben“, erzählte Projektgesamtleiterin Siri Thiermann.

Für die Schule stellt das Projekt eine organisatorische Herausforderung dar: Alle 60 ejw-Mitglieder schlafen in der Schule, viele Unterrichtsräume werden für die Workshops gebraucht und parallel zur Projektwoche verläuft für die Schüler der anderen Stufen der Unterricht nach Plan. „Für uns als einzelne Schule wäre das gar nicht realisierbar, zum Glück haben wir als Campus die Möglichkeit, auch die Räume der anderen Schulen zu nutzen“, ergänzt Mohren erleichtert.

Höhepunkt ist die von den Schülern einstudierte Abschlussaufführung, die sie am Donnerstagabend vor ihren Mitschülern, Eltern und Verwandten präsentieren werden. Hier können die Kinder zeigen, was sie in ihren Workshops gelernt haben.

Wichtig ist dem Team: „Wir wollen die Kinder nicht zur Perfektion trimmen, sondern ihnen mit hundertprozentiger Wertschätzung für ihre Leistung begegnen und ihnen Mut machen, etwas neues auszuprobieren.“

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