Lörrach (ndg). Die Verhandlungen über die Zukunft der Firma KBC und ihrer Mitarbeiter mit dem italienischen Eigentümer Imprima schleppen sich weiter ergebnislos hin. Entsprechend enttäuscht reagierten die Arbeitnehmer-Vertreter nach der gestrigen Verhandlungsrunde. „Das ist dilettantisch und unverantwortlich“, erklärte KBC-Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Fuhl kurz nach Beendigung der gestrigen Gesprächsrunde. Fuhl ergänzte: „Imprima bietet in den Sozialplanverhandlungen nicht einmal das Minimum von 0,5 Gehältern pro Beschäftigungsjahr.“

Eng wird es für die Aufrechterhaltung der Produktion am Standort Lörrach laut Fuhl außerdem, weil Imprima „nach wie vor keinen nachfolgenden Mietvertrag für KBC Fashion, der über Oktober 2019 hinausgeht, vorlegen“ könne. Zudem gebe es weiterhin „keinen nachfolgenden Geschäftsführer für KBC Fashion“. Wie bereits, berichtet ist Henri Rowienski inzwischen aus dem Unternehmen ausgeschieden. Er hatte vor gut 15 Jahren das vor der Insolvenz stehende Stoffdruckunternehmen gerettet, wieder flott und zukunftsfähig gemacht.

Fuhl bezeichnet die bisherigen Planungen von Imprima, wie es mit KBC in Lörrach weitergehen soll, als „unvollständig, dilettantisch und unverantwortlich gegenüber Kunden und Mitarbeitern“. Wie bereits mehrfach berichtet, soll ein Großteil der KBC-Belegschaft abgebaut und wesentliche Teile der Produktion nach Italien in die Region Como verlagert werden.

Thomas Bittner, Geschäftsführer der IG-Metall Lörrach, betonte trotz der fehlenden Ergebnisse: „Es besteht Interesse, weiter zu verhandeln, aus Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Kollegen.“