Lörrach Verwaltung will besser werden

 Foto: Kristoff Meller

Lörrach - Im Rathaus werden derzeit Weichen für die Weiterentwicklung der Stadtverwaltung gestellt. Der Titel des Projekts: „Verwaltung 2030“. Ziel ist es, Dienstleistungen für Bürger zu verbessern und auf künftige Herausforderungen ebenso effizient wie zügig reagieren zu können.

Am Donnerstagabend hat Oberbürgermeister Jörg Lutz das Vorhaben im Gemeinderat erläutert.

Es sei notwendig, Verwaltungsabläufe zu synchronisieren sowie Prozesse und Strukturen anzupassen. „Im Mittelpunkt stehen die Einwohner von Lörrach, für die wir in allen Bereichen eine optimale Dienstleistung erbringen möchten. Hierzu machen wir uns gemeinsam mit den Mitarbeitern auf den Weg, nutzen deren Wissen und haben die Erwartungen aus Bürgerschaft, Politik und auch der Mitarbeiterschaft selbst fest im Blick“, so Lutz. Und weiter: „Von Innen nach Außen werden wir die Verwaltungsstruktur kritisch beleuchten, unter dem Begriff der Aufgabenkritik anschauen, ob wir das Richtige auch richtig tun und unser Projektmanagement in erfolgreiche Bahnen leiten, um letztendlich als Arbeitgeber für unsere Fachkräfte attraktiv zu sein.“

Die Erwartungen spiegelten sich in den Begriffen Bürgerfreundlichkeit, schlanke und effiziente Verwaltung, digitale Dienstleistungen, erfolgreiche Projektumsetzung, gutes Betriebsklima sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wider.

Rund 20 Jahre nach der Verwaltungsreform 2002, haben Lutz und Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic den Auftrag für die Begleitung des Projekts „Verwaltung 2030“ an das Beratungsunternehmen Iltis aus Rottenburg am Neckar vergegeben, das in einem partizipativen Verfahren gemeinsam mit der Mitarbeiterschaft die Ziele erreichen will.

Hierzu sind vier Projekte mit Strahlkraft in die gesamte Verwaltung aufgerufen. „Digitalisierung“ – mit Wirkungen nach Innen und Außen, im Themenfeld Planen und Bauen die Bereiche „Hochbau“ und „Tiefbau“ sowie der große Bereich „Bürgerdienste und Soziales“.

„Bereits in der ersten Ansicht dieser vier zentralen Projekte wird die Verknüpfung und Verzahnung innerhalb der Verwaltung deutlich“, erläutert Neuhöfer-Avdic: „Es gibt keinen Fachbereich, der durch die Untersuchung dieser Projekte nicht direkt an der zukünftigen Weichenstellung mitwirken kann – und das dezernatsübergreifend.“

Nach der Vorstellung des Vorhabens bei einer Mitarbeiterversammlung und als Bericht für den Gemeinderat, soll die konkrete Arbeit in den Untersuchungsprojekten gemeinsam mit den Mitarbeitern beginnen. Der Prozess sei dialogorientiert aufgebaut, so die Stadt in einer Mitteilung. Interviews mit der Belegschaft, Workshops zu Prozessverbesserungen, ein Ideenspeicher und der direkte Austausch mit der Verwaltungsspitze und dem Personalrat seien die Werkzeuge der Beteiligung der Mitarbeiterschaft.

Ab Juni beginnt die Beteiligung der Mitarbeiter, ab September die Arbeit in den Projekten Digitalisierung, Hochbau, Tiefbau sowie Bürgerdienste und Soziales. Im November 2019 ist eine erste Ergebnissicherung und ein Zwischenbericht für die Mitarbeiterschaft und den Gemeinderat eingeplant, Ende 2020 erwartet die Verwaltungsspitze die Ergebnispräsentation. Für das Projekt „Verwaltung 2030“ sind im Haushalt 2019 insgesamt 70 000 Euro eingestellt.

Das Projekt wurde von den Fraktionen positiv aufgenommen. Vom Beratungsunternehmen Iltis war Bengt Krauss zugegen: Er betonte die Bedeutung der Kompetenz städtischer Mitarbeiter im anstehenden Prozess. Ziel sei es, die Abläufe „sowohl zu Gunsten der Bürger, als auch der Verwaltungsmitarbeiter zu verbessern.“

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