Lörrach Viel Arbeit für die Liebe

Die Oberbadische, 15.02.2018 02:30 Uhr

Süßes, Blumen und Liebesbriefe – auch in Lörrach war gestern Valentinstag. So schlenderten allerhand Frauen mit Rosen in der Hand und einem Lächeln im Gesicht durch die Innenstadt. Am Valentinstag freuen sich die Verliebten besonders über Aufmerksamkeiten ihres Partners – für Blumenläden und Bäckereien zählt der Tag darum inzwischen zu den wichtigsten Verkaufstagen des Jahres.

Von Asia Lomartire

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Lörrach. „Das Geschäft ist sehr gut gelaufen“, meinte Bettina Paul von der gleichnamigen Bäckerei in der Palmstraße am Mittwoch kurz vor Ladenschluss zufrieden. „Dieses Jahr hatten wir Macaron-Herzen, Herzkekse, Pralinen und Schokolade mit Herzen im Angebot. Wir gestalten das Schaufenster passend zum Liebesmotto und die Kunden kommen spontan herein, wenn das, was sie sehen, für sie ansprechend ist.“ Außerdem haben die Kunden die Möglichkeit, die süßen Geschenke für ihre Liebsten vorzubestellen. Tatsächlich sah das Schaufenster der familiengeführten Bäckerei am Valentinstag nicht nur romantisch und rosarot aus, bei so viel Süßem kann einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Im Café Family am Senser Platz war das Angebot zum Tag der Liebenden ebenfalls vielfältig. Das Café Pape beteiligt sich hingegen nicht am Rummel um den aus Amerika importierten Liebestag (siehe Kurzinfo), sondern bietet laut einer Mitarbeiterin auch am 14. Februar das Standard-Sortiment an.

Für die Lörracher Blumenläden ist das hingegen keine wirkliche Option. Für sie bedeutet der Valentinstag richtig viel Arbeit. So viel, dass beispielsweise Martin Schmitt vom Blumen- und Gartencenter Schmitt an der Brombacher Straße am Telefon nur sehr kurz angebunden ist, weil er gerade fleißig Valentinstagssträuße bindet.

„Wir haben sehr viel Stress heute“, sagte auch Natalia Weilert von der Blumeninsel in der Grabenstraße, während sie gerade ein paar Rosen für einen Strauß sortiert. Vor allem am späten Nachmittag stürmen unzählige Ehemänner die Läden. Weilert hat aber auch sehr viele Vorbestellungen und muss jeden Moment nutzen, um diese abzuarbeiten. „Der Valentinstag ist immer eine gute Zeit für das Geschäft. Wir sind froh, dass dieses Jahr Fasnacht nicht am selben Tag ist, denn sonst wird die Straße gesperrt und der Umsatz leidet darunter. Aber dieses Jahr läuft es sogar sehr gut für uns“, erklärte Weilert.

Zum Angebot gehören fertige Sträuße und Dekorationen, die meiste Arbeit bereiten ihr aber die Blumensträuße, die vorbestellt und nach Wunsch gebunden werden.

Obwohl immer mehr Branchen auf den Valentinstagszug aufspringen und mit speziellen Angeboten rund um die Liebe werben, spüren sowohl Bettina Paul als auch Natalia Weilert in den vergangenen Jahren keine signifikanten Nachfragesteigerungen. „Der Umsatz ist stark jahresabhängig“, erklärt die Blumeninsel-Inhaberin. Indes: „Der Valentinstag ist auf jeden Fall lukrativ für uns.“

Nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die US-Soldaten das Fest der Liebe nach Deutschland. In Amerika feiert man den Valentinstag dank der englischen Einwanderer, die sich schon im 18. Jahrhundert am 14. Februar beschenkten. 1950 gab es in Nürnberg den ersten „Valentinsball“. Blumen- und Süßwarengeschäfte sorgten mit ihrem Angebot dafür, dass der Valentinstag sich in Deutschland immer mehr verbreitete.          Quelle: Wikipedia