Lörrach Stadt hat viel Neues geschaffen

Lörrach - Die Stadt Lörrach hat trotz der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr vor allem im Baubereich investiert. Viele große Projekte wurden begonnen, weitergeführt oder beendet.

Neben der Sanierung des historischen Gebäudes Villa Aichele und des Baus der Sporthalle Brombach, stellen die Erschließung des Gewerbegebiets Brombach Ost mit dem Baubeginn des Museumsdepots und die Schaffung der Maßnahmen für den Bebauungsplan des Zentralklinikums wichtige Bauprojekte der Stadt Lörrach dar.

Verlegung der L138

Als Standortkommune für das Großprojekt Zentralklinikum hat die Stadt alle notwendigen Grundlagen geschaffen. Besonders wichtig war die Verlegung der L 138 zwischen Hauingen und Steinen. Die verschwenkte Straße wurde Anfang August für den Verkehr freigegeben. Auch das Planungsrecht für das Zentralklinikum wurde termingerecht geschaffen, sodass im November der erste Spatenstich erfolgen konnte .

Die Verlegung der L138 war elementarer Bestandteil der Planungen, um eine ausreichend große Baufläche für das neue Zentralklinikum zu schaffen und die Fläche aus der Wasserschutzzone II zu lösen. Parallel zur neuen Straße wurde ein beleuchteter Geh- und Radweg angelegt. Die Kosten für die Bauausführung betrugen rund 3,2 Millionen Euro.

Sporthalle Brombach

Die Sporthalle Brombach wurde – nach vielen Jahren des Wartens – im Juli fertiggestellt. Neben dem Sportbetrieb steht in der Halle zukünftig auch Platz für Veranstaltungen mit etwa 500 Personen zur Verfügung. Sie bietet optimale Bedingungen für Lörracher Schulen und Vereine im Sport-, Freizeit- und Kulturbereich.

Die Sporthalle wird als zweiteilige Sporthalle und für Veranstaltungen genutzt. Eine ausfahrbare Tribüne bietet Platz für 540 Zuschauer. Trotz der EU-weiten Ausschreibung wurden sehr viele Lörracher und regionale Firmen beauftragt.

Wegen der Corona-Pandemie ist es noch unklar, wann genau und in welchem Rahmen die offizielle Einweihung stattfinden kann.

In einem nächsten Schritt wird aktuell die Erweiterung der angrenzenden Mobilitätsdrehscheibe am Bahnhof Brombach mit zusätzlichen Parkmöglichkeiten geplant und realisiert.

Villa Aichele

Die Sanierung der Villa Aichele ist seit November abgeschlossen. Im Juni 2019 starteten die umfangreichen Sanierungsarbeiten am historischen Gebäude der Villa Aichele. Vom Gemeinderat wurde die öffentliche Nutzung der Villa und des umgebenden Parks beschlossen. Die bbv-Akademie als Pächterin wurde für einen Gastronomiebetrieb im Erdgeschoss und Seminarräume im Obergeschoss ausgewählt. Die bbv-Akademie ist als Verein für berufliche Bildung seit 40 Jahren in der Region im Bereich Ausbildung, Umschulung und Weiterbildung von Fachkräften insbesondere im technischen und gastronomischen Bereich tätig.

Die Villa Aichele und der umgebende Park sind stadtbildprägend für den südlichen Eingang in die Innenstadt. Das denkmalgeschützte Gebäude, das im Jahr 1861 mit einem hohen architektonischen Anspruch erbaut wurde und in vielen Teilen noch im Originalzustand ist, wurde sehr umfangreich und behutsam in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt saniert.

Die Sanierungskosten belaufen sich auf etwa 2,15 Millionen Euro. Die Stadt erhielt 1,07 Millionen Euro an Förderung. Die Räumlichkeiten wurde Anfang November an die Pächterin übergeben. Momentan wird noch an den Außenanlagen gearbeitet und eine Fluchttreppe angebaut.

Die Neueröffnung sowie eine Eröffnungsfeier, an der die Stadt das Gebäude an die bbv-Akademie übergeben wird, sind mit der Fertigstellung der Außengastronomie für das Frühjahr 2021 vorgesehen.

Kita

Alte Schule Haagen Nach rund zwei Jahren Bauzeit wurde die Kindertagesstätte in Haagen planmäßig im Sommer fertig gestellt, sodass die Betreuung nach den Sommerferien aufgenommen wurde. Die Kindertagesstätte befindet sich in dem alten Gebäude der früheren Grundschule des Ortsteils. Träger ist die Stadt Lörrach Aktuell werden zwei Gruppen in dem Gebäude geführt. Die evangelische Kirchengemeinde Rötteln betreibt hier zwei weitere Gruppen.

Hellbergschule

Die Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume war notwendig geworden, um bildungsplankonformen Unterricht in den Fächern Biologie, Physik und Chemie abhalten zu können. Mitte November wurden die Räume, der Fach- sowie Nebenraum, fertiggestellt. Im Rahmen der Sanierung wurden die komplette technische Einrichtung und der Bodenbelag erneuert.  Der Unterrichtsraum erhielt zudem eine neue Akustikdecke mit LED – Beleuchtung, eine Verdunklungsanlage und eine moderne Multi-Media-Tafelanlage. Bei der Gestaltung des Raumes wurde zudem Wert auf eine flexible Möblierung gelegt, weshalb die Medienversorgung für den naturwissenschaftlichen Unterricht über eine Deckenversorgung erfolgt.

Die Maßnahme mit Kosten in Höhe von 350 000 Euro wurde aus dem Programm des Landes „Schulsanierungsförderung“ mit 82 500 Euro bezuschusst.

Tiefbauarbeiten

Im Projekt Kanalsanierung Hünerbergweg führte die Stadt im Sommer die Bauarbeiten in offener Bauweise durch. Die Kanalinnensanierung am Hünerbergweg wird im Anschluss umgesetzt.

Die Ausführungsarbeiten für die grabenlose Sanierung, welche insgesamt bei circa 625 000 Euro liegen, mussten wegen Corona verschoben werden. Hier starten die Hauptarbeiten Anfang dieses Jahres.

Straßenumgestaltungen

Die Stadt investierte in das Bauprojekt Umgestaltung nördliche Basler Straße – Kirchstraße in die verkehrstechnische Infrastruktur sowie in das Kanalsystem rund drei Millionen Euro. Die Bauarbeiten zur Umgestaltung der nördlichen Basler Straße sowie der Kirchstraße zwischen Aicheleknoten und Herrenstraße liefen seit Sommer 2017 und umfassten die Erneuerung der Kanalisation und die Neugestaltung des Straßenraums. Der Teilabschnitt Kirchstraße wurde im Frühsommer 2020 fertiggestellt und damit die gesamte Baumaßnahme erfolgreich abgeschlossen.

Im Zuge der Umgestaltung wurde die nördliche Basler Straße/Kirchstraße dem Bild der angrenzenden Fußgängerzone angepasst. Das Ziel war, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und den Fußgängern und Radfahrern mehr Raum zu geben. Durch den Einbau von Bäumen und Pflanzinseln zieht weiter mehr Grün in die Innenstadt ein. Neue Ruhebänke laden zum Verweilen ein.

Auch die unterirdische Infrastruktur war in die Jahre gekommen. Aus diesem Grund wurden ein neuer Mischwasser- und ein neuer Regenwasserkanal verlegt, Hausanschlüsse hergestellt und massive Arbeiten am Strom-, Wasser- und Gasnetz durchgeführt.

Es wurde für 2,9 Millionen Euro gebaut. Die Neugestaltung des Straßenraums wurde mit etwa 500 000 Euro aus den Landes-Fördermitteln des Sanierungsgebietes Baumgartnerstraße gefördert.

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