Lörrach Vielfalt der Stile

„Abstrakte Landschaften“ werden aktuell in der Galerie Kunst-unter-Uns gegenüber dem Stettener Bahnhof gezeigt. Noch bis 28. November sind hier Werke von fünf Künstlern zu sehen.

Von Gabriele Hauger

Lörrach. Richtig eingeschlagen hatte die vorige Ausstellung der grenznah gelegenen Galerie mit den Werken der weltweit agierenden und ausstellenden Malerin Ewa Bathelier, die mit ihren großformatigen Ballett-Tutus beeindruckte. Die Galeristen Philippe Bordonnet und Mehmet Akarsel hatten dabei auch großen Erfolg auf ihrer Internet-Plattform, die eine wichtige Ergänzung zu den analogen Ausstellungen ist. Weltweite Resonanz und großes Interesse an ihrer Initiative seien die Folge, freut sich Philippe Bordonnet.

Nun also zeigen die beiden Künstler und Galeristen sowie drei geladene Gäste abstrakte Landschaften und einige Skulpturen – geschaffen in unterschiedlichen Stilen.

Eine Neuentdeckung und mit zahlreichen Arbeiten vertreten ist die aus Kroatien stammende und im Schweizerischen Sissach lebende Malerin Jaka Martinez. Der Betrachter mag in ihren farbintensiven, harmonisch aufgebauten Bildern Wellen oder Pflanzenformen, Gesteine oder Hügel wiedererkennen. Die Malerin spielt dabei mit verschiedenen Techniken, verwendet Pigment, Sand, Tusche, Öl und Acryl und kreiert strukturierte, geschichtete Arbeiten, die vielfältige Assoziationen und Emotionen auslösen. Zwei Gips-Skulpturen, darunter ein goldfarbenes, inniges Paar unter dem Titel „Verbundenheit“ sowie die augenzwinkernde Bronce „Kopflose“ ergänzen ihre Werkpräsentation.

Mit dabei ist auch Dieter Korb aus Bad Säckingen, der dieses Jahr regelmäßig mit Pop-up-Galerien in Lörrach für Aufmerksamkeit sorgte. Er zeigt drei seiner in der für ihn typischen Spachtel- und Rakeltechnik geschaffenen Arbeiten, die mit ihrem intensivfarbigen geschichteten und zerflossenen Farbauftrag großen Wiedererkennungswert haben. Verblüffend dazu eine Arbeit des Galeristen Bordonnet in der gleichen Technik – mit ganz anderer Wirkung.

Neben abstrakten Landschaftsformen von Mehmet Akarsel präsentiert Lotta Leon aus Karlsruhe ihre eigenen Welten: geheimnisvoll, tiefgründig und mehrschichtig. Sie wandelt eigene Fotografien beispielsweise mittels Mehrfachbelichtung um, bearbeitet sie mit eigenen Zeichnungen und Acrylfarbe, so dass jedes Bild eine eigene Geschichte erzählt. So findet sich hier unter anderem eine dreidimensionale Zauber-Landschaft mit nebulösen Baumwipfeln und durchscheinenden Pilzformen, ein Spiel von Licht und Schatten voller Poesie – Seelenlandschaften.

Die letzte Ausstellung diesen Jahres soll am 4. Dezember eröffnen und einen „Rückblick 2020“ über bisher ausstellende Künstler geben.   bis 28. November, Mi-Fr, 14 bis 18 Uhr, Sa, 14 bis 17 Uhr; Basler Straße 27, Tel. 003361/2567315, weitere Informationen unter: www.kunst-unter-uns.de

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