Lörrach Vielschichtiges Mosaik

Adolf Riedlin, 3 Arbeiter, Öl auf Leinwand, um 1937. Sammlung Dreiländermuseum (BKRi 32) Foto: Die Oberbadische

Lörrach. Es ist ein ambitioniertes Projekt, das im Dreiländermuseum jetzt begonnen hat (wir berichteten). Die Ausstellung „Kunst und Nationalsozialismus“ geht der Frage nach, wie wir heute Kunst bewerten können, die während des Dritten Reiches entstanden ist. 113 Werke sind ausgestellt, zwölf Künstler und ihr Verhältnis zum NS-Staat wurden exemplarisch ausgewählt. Erstmals wird das Verhältnis von Kunst und NS-Diktatur im Land Baden umfassend beleuchtet.

Der 200 Seiten starke Katalog erscheint im September. Am 2. Oktober beginnt ein Programm mit 40 Veranstaltungen, das bis zum Ausstellungsende am 30. Mai 2021 die Thematik von vielen unterschiedlichen Seiten beleuchtet. Schon jetzt ist die Ausstellung aber für individuelle Besucher geöffnet. Der Besuch lohnt sich, viele Kunstwerke sind das erste Mal zu sehen.

Nicht nur das Werk bekannter badischer Künstler während der NS-Zeit wird vorgestellt, eine umfassende historische Dokumentation erhellt die Zeit und die Umstände ihres Entstehens.

Kuratiert wurde die Ausstellung von der US-amerikanischen Kunsthistorikerin Barbara Hauß.

Entstanden ist eine Ausstellung, die ein vielschichtiges Mosaik der damaligen Kunst zeigt und deutlich macht, dass eine einfache Teilung zwischen Regimetreue und Verfolgung zu kurz greift. Die Ausstellung hat sich zum Ziel gesetzt, hier ein sehr viel differenzierteres Bild zu vermitteln.   Weitere Infos: www.dreilaendermuseum.eu

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