Lörrach „Was kommen kann, weiß keiner...“

 Foto: Kristoff Meller

Lörrach - „Was kommen kann, weiß keiner...“ Nie zuvor beschrieb das über der Burghof-Bar leuchtende Zitat  aus Henrik Ibsens dramatischem Werk „Peer Gynt“ die ungewissen Perspektiven der Lerchenstadt treffender.

Im Detail sind die Konsequenzen der Corona-Krise derzeit weder für die Wirtschaft noch für das öffentliche Leben und die Bürger in Stadt und Region abzusehen.
Klar ist aber: Das Virusgeschehen wird die Weichenstellung  der politischen Debatte beeinflussen. Die Kommune wird sich neu fragen müssen, was sie sich leisten muss, kann und will.

Kämmerer Peter Kleinmagd erwartete im Gespräch mit unserer Zeitung nicht nur einen markanten Rückgang der Gewerbesteuer.  Wenn Kurzarbeit und womöglich auch Arbeitslosigkeit zunehmen sollten, wird sich das auch auf die Höhe der Einkommenssteuer – Lörrachs wichtigste Steuerquelle – auswirken. Dies könnte der Stadt doppelt zu schaffen machen, denn: Als Konsequenz würden die  Sozialausgaben  des Landkreises   steigen  – und damit im nächsten Schritt auch  die Kreisumlage der Städte und Gemeinden. Darüber hinaus werden Lörrach  Einnahmen aus Gebühren fehlen.
Das heißt: In der für den Herbst geplanten Klausurtagung werden Stadtverwaltung und Kommunalparlament unter zusätzlich verschärften Vorzeichen Prioritäten setzen müssen.

Etliche Projekte wie etwa das Zentralklinikum sind in der Umsetzung und können weder verzögert noch beschnitten werden. Anderes kann verschoben werden, auf manches wird wohl verzichtet werden müssen. Dabei würde für einzelne Projekte eine Rückstellung  wohl  den Abbruch des gesamten Vorhabens bedeuten. Mitunter gilt:  Was einmal aufgegeben ist,  kann nicht neu belebt  werden.
In dieser Gemengelage werden es die Akteure schwer haben, möglichst verträgliche  kommunale Zukunftsszenarien zu entwickeln. Dieser Prozess muss transparent und sachlich geführt werden – schmerzhaft wird er dennoch sein.

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