Lörrach Autos auf der Radstraße: Weder mehr noch schneller

SB-Import-Eidos
Die Radstraße ist vorfahrtsberechtigt. Foto: Marco Fraune

Eine zweite Fahrradstraße soll laut Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic „so schnell wie möglich“ in Lörrach eingerichtet werden. Konkret geht es dabei um die Verbindung im Bereich Bergstraße (Kreuzstraße) und Hartmattenstraße. Einerseits spielen für eine zeitnahe Realisierung die Zuschüsse für die Radautobahn (RS7) eine Rolle, um Fördermittel zu akquirieren.

Von Marco Fraune

Lörrach. „Wir sind in der Abklärung mit dem Regierungspräsidium.“ Andererseits befinde sich die Stadt aber im Spannungsfeld zu anderen zu erledigenden Aufgaben, erklärt die Bürgermeisterin.

Die erste Fahrradstraße im Landkreis Lörrach ist im Oktober in Lörrach im Bereich Spital-/Weinbrennerstraße eingeweiht worden. 72 Prozent der Radfahrer biegen in Höhe des Berliner Platzes zur Fahrradstaße ab und fahren nicht geradeaus über die Tumringer Straße oder die Grether Straße, wie eine Zählung im Mai von gut 4500 Velofahrern ergeben hat.

Verstöße

Bisherige Kontrollen zeigten aber auch, dass immer mal wieder gegen die Einbahnregelung durch Autos verstoßen wird. Daher hat die Stadt jüngst nachjustiert und die Beschilderung angepasst. An zwei Kreuzungen (Ötlinger Straße/Spitalstraße sowie Spitalstraße/Körnerstraße) wurden die Verkehrsschilder „Einfahrt verboten“ mit einem Zusatzverweis für Motorräder und Autos nachgerüstet.

Nicht mehr Autoverkehr

In der Bürgerschaft bestehende Meinungen, dass der Autoanteil sich auf der Fahrradstraße erhöht hat, da eine Vorfahrtberechtigung besteht, kann der Radverkehrsbeauftragte Lukas Riesterer nicht bestätigen. „Der Radverkehr ist gestiegen, der Autoverkehrsanteil gesunken.“ Dies hätten Zählungen gezeigt. Gerast werde zudem nicht.

Im Oktober soll ein Jahr nach der Eröffnung der Radstraße ein Sachstandsbericht im Gemeinderat präsentiert werden. Klar sei, so die Bürgermeisterin: „Hier dürfen auch Autos fahren, doch das Rad hat Vorrang.“

  • Bewertung
    9

Umfrage

Sorgen von Mietern in der Energiekrise

Es wird kälter und es wird wieder mehr geheizt. Sei es aus ökologischen, ökonomischen oder geopolitischen Gründen: Sind Sie bereit, die Heizung in diesem Winter ein wenig runterzudrehen, um Gas zu sparen?

Ergebnis anzeigen
loading