Lörrach Wichtige Unterstützung für Lehrer

Toni Kostic
Die Schüler haben sich zu Schulmentoren ausbilden lassen. Foto: Fotos: Toni Kostic

In der Wintersbuckhalle herrscht kurz vor dem Start in die Sommerferien sportliches Treiben. Die Schüler wärmen sich auf, weil auf sie die nächste Sporteinheit wartet. Und es ist eine besondere: Christian Fulde, Sportlehrer an der Pestalozzischule, und Ferdinand Schifferdecker, Sportlehrer am Schulzentrum in Efringen-Kirchen, leiten durch die insgesamt zwei Tage, die die Schüler zu Schulsportmentoren ausbilden sollen.

Von Toni Kostic

Lörrach. Es ist das erste Mal seit drei Jahren, dass die Veranstaltung wieder stattfinden kann. Wegen der Corona-Auflagen nehmen dieses Mal 20 Schüler teil. „Sonst waren es immer 35“, schildert Fulde. Die Schüler stammen aus den Klassenstufen sechs bis neun aus sechs Schulen im Landkreis – darunter die Hellbergschule in Lörrach, die Albert-Schweitzer-Schule in Lörrach und das Schulzentrum Efringen-Kirchen. Aber auch Schüler der Realschule in Tiengen nahmen an dem Programm teil. Fulde: „Dass diejenigen, die am weitesten anreisen mussten, für die zwei Tage aus Tiengen nach Lörrach kommen, heißt schon viel.“

Schulsportmentoren unterstützen den Lehrer im Sportunterricht und haben laut Fulde eine Vorbildfunktion inne. „Sie helfen bei der Durchführung von Schulturnieren und bringen Ideen für Aktivitäten in der Pause ein“, hat Gina Hespeler von der Realschule Tiengen verinnerlicht. „Man kann im Unterricht auch Aufwärmübungen übernehmen“, bringt eine weitere Schülerin ein. Erst heute Morgen habe sich jemand verletzt. In solchen Fällen sei auch der Schülermentor laut Ferdinand Schifferdecker eine erste Anlaufstelle – wie auch Anastasia Haniotis, Schülerin der Albert-Schweitzer-Schule, bestätigt.

Erfahrungen sammeln

Die Ausbildung von Schulsportmentoren geht auf die Initiative des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg zurück, das im Engagement der Mentoren eine sinnvolle Erweiterung des schulischen Sportangebots sieht. Dabei ist die Ausbildung sportartübergreifend und praxisorientiert ausgerichtet. Jede teilnehmende Schule könne bis zu maximal vier Schüler zur Ausbildung schicken, die verantwortungsvollen Anwärter werden dabei von der Schule selbst ausgewählt, erklärt Schifferdecker.

Während des Programms sammelten die Schüler unter anderem schon in den Sportarten Fußball, Volleyball und Basketball Erfahrungen. Laut Fulde haben sie mit der Referentin Simone Eise vom ESV Weil Tischtennis trainiert. Und Jan Hebding, Leiter der Fußballschule des FV Lörrach-Brombach, leitete sie als Referent im Fußball an. Darüber hinaus ging es aber auch darum, über das Dehnen, Aufwärmspiele und -übungen Bescheid zu wissen. Sogar gesunde Ernährung war ein Thema, berichtet der Sportlehrer. Schließlich ging es auch um Sicherheitsaspekte im Sport.

Das sagen die Schüler

Auf die Frage, ob die Schüler das Programm sinnvoll sehen oder sie es ganz angenehm finden, dass sie in dieser Zeit keinen Unterricht besuchen müssen, müssen einige grinsen, ein paar lachen kurz auf. „Beides“, sagt Lotta Zöllin vom Schulzentrum Efringen-Kirchen. „Es ist sinnvoll, weil man den Umgang mit Geräten lernt. Es geht auch nicht darum, endlos zu spielen, sondern eben den Umgang zu lernen.“ „Mir bringt es auch viel, gerade nach Corona, neue Leute kennenzulernen“, sagt Jessica Meyer, ebenfalls aus Efringen-Kirchen. Darüber hinaus: „Es gibt ja Klassen, die Quatsch oder Blödsinn machen. In solchen Fällen ist es gut, dass der Lehrer nicht alleine dasteht“, sagt Simon Roth vom Schulzentrum Efringen-Kirchen.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Altkanzler Gerhard Schröder

Was halten Sie davon, dass Alt-Kanzler Gerhard Schröder SPD-Mitglied bleiben darf?

Ergebnis anzeigen
loading