Lörrach Wie Lörracher Bürger die Tigermücke bändigen können

ov
„Bei einer durchschnittlichen Temperatur von weniger als elf Grad Celsius sterben die Larven und Puppen der Tigermücken, die Eier jedoch überleben bei bis zu -10 Grad Celsius“, informiert die Stadt. Foto: Pixabay

Bereits im Herbst werden die Weichen für die Eindämmung der Asiatischen Tigermücke im Sommer gestellt.

Seit einigen Jahren hat sich in Lörrach die Asiatische Tigermücke angesiedelt, die häufiger sticht und Tropenkrankheiten übertragen kann. Leider können die Eier der Mücke auch den Winter überstehen. Damit das nicht passiert, rät die Stadtverwaltung Lörrach in einer Mitteilung Bürgern zu Vorsorgemaßnahmen auf heimischen Grünflächen.

Mildere Winter

Die wärmeliebende Tigermücke habe sich in Deutschland aufgrund des voranschreitenden Klimawandels verbreitet und könne auch die milder werdenden Winter überleben. Die Tigermücke sei nicht nur wesentlich aggressiver als die gewöhnliche Stechmücke, sondern auch tagsüber aktiv. Selbst, wenn das Risiko der Übertragung tropischer Krankheiten relativ gering sei, seien die Stiche der Tigermücke sehr unangenehm, heißt es.

Verbreitung eindämmen

„Bereits im Sommer hat die Bürgerschaft das Angebot der Stadt Lörrach rege angenommen und sich im Rathaus kostenlose Bti-Tabletten abgeholt. Die Bereitschaft war groß, aktiv etwas gegen die Mücken zu unternehmen. Wer im kommenden Sommer auf seinem Balkon oder im Garten von der Tigermücke verschont bleiben möchte, kann schon jetzt im Herbst etwas gegen die Tigermücke tun“, schreibt die Stadt.

Tigermückeneier können den Winter überleben. Die Eier kleben am Rand unterschiedlicher Behältnisse, in denen sich zuvor Wasser sammeln konnte, etwa Blumentopfuntersetzer, Regentonnen oder Sonnenschirmständer. „Sie überleben selbst bei Kälte und wenn das jeweilige Behältnis austrocknet. Die Larven entwickeln sich bei ihrem nächsten Kontakt mit Wasser. Bei einer durchschnittlichen Temperatur von weniger als elf Grad Celsius sterben die Larven und Puppen der Tigermücken; die Eier jedoch überleben bei bis zu minus zehn Grad Celsius“, so die Stadt.

Wasserbehälter reinigen

Deshalb gelte auch in der kalten Jahreszeit: Um mögliche Brutstätten zu vermeiden, sollten unnötige Wasserbehältnisse entfernt, Regentonnen entweder komplett abgedichtet oder einmal pro Woche restlos geleert werden. Ungenutzte Behälter wie Gießkannen sollten auf dem Kopf gestellt werden, damit sich kein Regenwasser ansammeln kann.

Für den Winter besonders wichtig sei aber, die Gefäße vorher gründlich zu reinigen, damit keine Eier im Gefäß verbleiben, die überwintern und im Frühjahr wieder schlüpfen könnten. Die Eier seien mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Deshalb wird die Reinigung mit einer harten Bürste und heißem Wasser oder dem Hochdruckreiniger empfohlen.

Infos und Auskunft

Für Rat und Hilfe zum Thema Tigermücke steht die Beauftragte der Stadt Lörrach, Regina Steiger, zur Verfügung. Unter der E-Mailadresse ordnung@loerrach.de können Tipps zur Prävention im eigenen Garten oder Balkon angefragt werden. Außerdem gibt die Webseite der Stadt Lörrach unter www.loerrach.de/tigermuecke Auskunft.

Umfrage

Illustration Steuern

Nach dem Willen von Finanzminister  Christian Lindner sollen die Steuerklassen 3 und 5 abgeschafft werden. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading