Lörrach „Wir sind das letzte Rad am Wagen“

Teilsaniert wird Anfang Oktober in Hauingen der Friedhofweg. Der Platz vor dem Haupteingang bekommt einen neuen Asphaltbelag. Foto: Peter Ade Foto: Die Oberbadische

Von Peter Ade

Lörrach-Hauingen. Eine ganze Latte langjähriger Anliegen enthält der Hauinger Wunschkatalog für den städtischen Haushalt 2021, der im November vom Gemeinderat verabschiedet wird. Gute Aussichten auf Verwirklichung hat das Regenrückhaltebecken an der Nordseite des Friedhofs.

Mit den Arbeiten im Bereich der Rechbergstraße wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres begonnen. Die Grundstücksverhandlungen seien abgeschlossen, berichtete Ortsvorsteher Günter Schlecht am Dienstag in der ersten öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates nach der Sommerpause.

Als Ladenhüter dürfte hingegen weiterhin die Sanierung und Neugestaltung des Friedhofwegs „überwintern“. Dies bemängelte vor allem Jürgen Weltin (CDU). Er verwies darauf, dass der Friedhofweg seit Jahrzehnten auf der Agenda stehe.

Grundsätzlich kritisierte er die „Hinhaltetaktik der Stadt in vielen Dingen“. Die Hauinger würden „wie das letzte Rad am Wagen“ behandelt. Dies gelte zum Beispiel für die Umsetzung des Dorfentwicklungsplans, der seit Jahren eine Sanierung der öffentlichen Fläche zwischen Rathaus und alter Schule beinhalte.

Im oberen Bereich der Wunschliste steht die weitere Renovierung des Rathauses. Reklamiert werden die „unschöne Fassade“, marode Fenster sowie die Dach- und Speicherdämmung – auch mit dem Ziel einer sinnvollen Raumnutzung für das Einlagern von Gegenständen.

Eine weitere Forderung beinhaltet die Sanierung städtischer Gebäude im Ortsteil: Mehrzweckhalle, Grundschule, Feuerwehrgerätehaus und Abdankungshalle. Alle Gebäude seien „in die Jahre gekommen“, erklärte Ortsvorsteher Schlecht.

Sprecher aller Fraktionen unterstützten die Forderungen des Rathauschefs. Ralf Renckly (FW) pflichtete vor allem seinem CDU-Ratskollegen Weltin bei, der sich zuvor über den „schleppenden Fortgang der Dinge“ geärgert hatte. Annette Bachmann-Ade (SPD) reklamierte den schlechten baulichen Zustand der Turn- und Festhalle, insbesondere das an mehreren Stellen undichte Dach.

Abschließend gab Schlecht bekannt, dass Anfang Oktober eine Teilsanierung des Friedhofwegs vorgesehen sei. Der Platz vor dem Haupteingang bekomme einen neuen Teerbelag und werde „leicht schräg“ zum Friedhof hingeführt, damit Regenwasser besser abfließen könne.

Für rund 80 000 Euro werden an der Astrid-Lindgren-Grundschule die Toiletten erneuert. Außerdem will die Stadt 70 000 Euro in die Erneuerung der Flur- und Sicherheitsbeleuchtung des Gebäudes investieren.

Obendrein informierte Schlecht über die erfolgte Anbringung eines Fluchttreppengeländers im Feuerwehrgerätehaus und den angekündigten Abbau der Telefonsäule bei der Festhalle. Sie werde praktisch nicht mehr benutzt, da heutzutage jeder ein Handy besitze.

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