Lörrach Würde bis zum Tod

Die Oberbadische

Von Gottfried Driesch

Lörrach. Die elf Musiker des „Brassensembles querblechein“ stellten sich am Samstag mit einem Benefizkonzert in den Dienst des „Hospiz am Buck“. Viele Menschen waren zu dem Konzert in der evangelischen Stadtkirche gekommen, um damit ihr Interesse und ihre Solidarität mit dem stationären Lörracher Hospiz zu zeigen.

Peter Ade begrüßte im Namen des Förderkreises „Hospiz am Buck“ und dessen Vorsitzenden Bernhard Späth die Zuhörer.

Der Gesetzgeber will es, dass jedes Hospiz zehn Prozent seiner Kosten selbst aufbringen muss. So ist auch das Hospiz am Buck stets auf Spenden angewiesen, um den hilfesuchenden Menschen ein Sterben in Würde zu ermöglichen.

Das Brassensemble hatte sich spontan zu dem Benefizkonzert bereit erklärt. Zwei der Musiker, Dirk Hoffarth und Mario Richardt, beide Trompete, hatten bei der Feier „Licht und Leben“ am Vorabend des ersten Advents des vergangenen Jahres mitgewirkt. Bei dieser Gelegenheit wurde die Idee zu dem Konzert mit dem ganzen Ensemble geboren. Jetzt trat die ganze Formation mit Jürgen Thun, Bassposaune und musikalische Leitung, Yannick Perrotin, Horn, Anton Cueni und Dirk Schrank, beide Posaune, Ralph Hafner, Posaune/Euphonium, Uwe Kaiser, Schlagzeug, Dirk Hoffarth und Mike Dietsche, beide Trompete, Mario Richardt und Burkhard Wilms, beide Trompete/Flügelhorn sowie Thomas Reinger, Tuba, auf. Neben Jürgen Thun führte auch Burkhard Wilms durch das Programm.

Alle Mitwirkenden sind Laienmusiker. Da sei über etwas unsaubere Intonation und rhythmisches Zusammenspiel hinweggesehen.

Das Konzert stand unter dem Motto „Fanfare for Peace“. Ja, Frieden braucht unsere Welt. Das musikalische Programm nahm immer wieder Bezug auf das Motto des Konzerts. So ist der großartige Satz „Das große Tor von Kiew“ aus dem Werk „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski bedrückend, wenn man an den aktuellen Krieg in der Ukraine denkt. Mussorgski hat das Werk, von dem es unzählige Bearbeitungen für andere Instrumente gibt, für Klavier geschrieben.

Bei den vier gespielten Tänzen des mittelalterlichen Michael Praetorius hört man, dass der Komponist überwiegend Kirchenmusik komponiert hat.

Auch einen Abstecher in den Jazz und Swing gab es. So ging es in die „Down Bourbon Street“ nach New Orleans. Sehr mitreißend gespielt erklang der „Harlem Rag March“ von Thomas Turpin.

Eine Rarität war die „Festmusik der Stadt Wien“ von Richard Strauss, die dieser in der Zeit des Nationalsozialismus komponiert hatte.

Die Zuhörer in der sehr gut besetzten Stadtkirche waren begeistert und forderten noch zwei Zugaben. Mit dem besonders in Schottlang zum Jahreswechsel gesungenen Lied „Auld Lang Syne“, bekannt besonders durch den Dudelsacksound, verabschiedeten sich die Musiker.

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