Lörrach Zeichen der Verbundenheit

Die Torarolle wurde in Anwesenheit des Weiler Oberbürgermeister Wolfgang Dietz (v. l.), Moshe Flomenmann und Lörrachs Oberbürgermeister Jörg Lutz vollendet. Foto: Landtag Ba-Wü

Lörrach - Die neue Torarolle der Israelitischen Kultusgemeinde Lörrach wurde am Freitag im Haus des Landtags vollendet. „Damit setzen wir ein gemeinsames Zeichen der wechselseitigen Verbundenheit und des Vertrauens“, betonte Landtagspräsidentin Muhterem Aras in einer Mitteilung. „Wir gedenken heute einer besonders finsteren Stunde unserer Geschichte“, so die Landtagspräsidentin.

Synagoge vor 10 Jahren eingeweiht

Vor 80 Jahren griffen Nazis jüdische Bürger und ihre Gotteshäuser an. Sie verbrannten oder konfiszierten bewusst auch die Torarollen. Die Synagoge in Lörrach wurde während dieser Pogrome ebenfalls zerstört. Die neue Synagoge hat die Gemeinde erst vor zehn Jahren eingeweiht. 2018 feiert sie deshalb nicht nur ihr zehnjähriges Bestehen, sondern zudem das Jubiläum „350 Jahre jüdisches Leben“ in Lörrach. Der heutige Anlass der Fertigstellung einer neuen Tora-Rolle ist Teil des Jubiläumsreigens.

Der Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, Moshe Flomenmann, sagte: „Vor 80 Jahren hat man in Parlamenten beschlossen, jüdisches Leben zu vernichten. Heute machen wir hier etwas sehr Schönes, wir haben die Torarolle vollendet. Das zeigt den Kontrast zwischen damals und heute.“

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