Lörrach Zickenheiner vor Stöcker

Gerhard Zickenheiner verfolgt die Auszählung im Landratsamt. In der Stadt Lörrach hat der Grünen-Kandidat deutlich besser abgeschnitten als im Wahlkreis. Foto: Kristoff Meller

Im Wahlkreis Lörrach-Müllheim hat Diana Stöcker (CDU) die Nase vorn und das Direktmandat im Bundestag gewonnen. In der Stadt Lörrach sieht das anders aus. Hier siegte erstmals mit Gerhard Zickenheiner ein Grüner.

Von Guido Neidinger

Lörrach. Gegenüber den Bundestagswahlen vor vier Jahren hat die CDU in der Kreisstadt über 13 Prozent an Wählerzuspruch verloren. Das gilt auch für ihre Kandidatin Diana Stöcker. Im Vergleich zum Ergebnis ihres Vorgängers Armin Schuster (36,4%) musste sie kräftig Federn lassen und landete in Lörrach bei nur 23,5 Prozent.

Die SPD hat ihr Jammertal durchschritten und mit 23,2 Prozent sechs Prozent hinzugewonnen. Sie siegte knapp vor den Grünen. Ihr Kandidat Takis Mehmet Ali konnte vom Hoch der Partei nicht profitieren. Alis SPD-Vorgänger Jonas Hoffmann holte in Lörrach 2017 noch 21,9 Prozent der Stimmen, während der aktuelle Kandidat nur auf 19,9 Prozent kam.

Der große Wahlsieger in der Lerchenstadt heißt Gerhard Zickenheiner. Die Stadt Lörrach hat sich von einer CDU-Hochburg immer weiter Richtung Grün entwickelt. Zickenheiner erzielte mit 26,2 Prozent der Erststimmen sein bestes Resultat. Er verbesserte sein 2017er Ergebnis um acht Prozent. Zickenheiner legte noch stärker zu als seine Partei, die sich umd sechs Prozent steigerte.

Als Wahlgewinner darf sich in Lörrach auch Zickenheiners FDP-Bundestagskollege Christoph Hoffmann fühlen. Er erzielte ein Plus von mehr als sechs Prozentgegenüber 2017. Mit 14,8 Prozent lief es auch für die FDP als Partei gut: plus zwei .

Klare Wahlverlierer sind Linke und AfD. Moritz Kenk holte gerade einmal 2,8 Prozent der Erststimmen, die Linke vier Prozent. AfD-Kandidatin Martina Kempf landete bei 7,6 Prozent, die AfD bei 7,7 Prozent.

Die Wahlbeteiligung in Lörrach erreicht mit knapp 73 Prozent fast das Resultat von 2017.

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