Lörrach Ziel: Attraktivität steigern

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 Foto: Kristoff Meller

Die Stadt Lörrach hat sich mit dem Projekt „Neue Balance finden“ beim Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ beworben. Mit der Förderzusage für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn kann das Programm jetzt an den Start gehen.

Lörrach. Mit dem vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) ausgeschriebenen Programm sollen Innenstädte krisenfest gemacht werden. Das Projekt „Neue Balance finden“ ist auf drei Jahre angelegt und läuft bis zum 31. August 2025.

Das Fördervolumen liegt bei insgesamt 300 000 Euro, in denen der städtische Eigenanteil von 75 000 Euro eingerechnet ist (wir berichteten).

Das Projektgebiet

Für eine Stärkung der Zukunftsfähigkeit der Lörracher Innenstadt hat sich die Stadt mit dem Projektgebiet Tumringer Straße/Basler Straße zwischen St. Bonifatius Kirche und Evangelischer Stadtkirche beworben und vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Berlin nun eine Zusage für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn erhalten.

Ziel des Projekts ist, die Attraktivität und Strahlkraft zu steigern, insbesondere durch die Erhöhung der Aufenthaltsqualität im Projektgebiet, zum Beispiel mit mehr Grünflächen, die Schaffung einer überregionalen Wahrnehmung des Straßenzugs als Quartier mit eigener Identität, die Steigerung der Passantenfrequenz im Projektgebiet sowie die Sicherung eines attraktiven Branchenmixes, so die Stadt.

Straßenbeirat

Die Akteure im Projektgebiet, etwa Eigentümer, Vermieter und Mieter aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistung sowie Vertreter aus der Verwaltung, aus Verbänden und öffentlichen, sozialen, kulturellen, kirchlichen Einrichtungen, sind eingeladen, sich in einem Straßenbeirat einzubringen. Für die Gründung des Straßenbeirats ist ein Online-Termin mit Oberbürgermeister Jörg Lutz am 23. Juni um 9 Uhr geplant. Die Moderation wird Susanne Teichmanis übernehmen. Um Anmeldung wird gebeten: info@wfl-loerrach.de, Tel. 07621/5500-0.

Das Programm

Das Programm startet mit einer Nutzungskartierung der Erdgeschosszone im Projektgebiet: Welche Flächen werden durch Einzelhandel, einzelhandelsnahes Handwerk, Dienstleister und freie Berufe beziehungsweise öffentliche Einrichtungen genutzt? Wo zeichnen sich Leerstände ab? Welche Hauptsortimente werden angeboten? Wie groß ist die Verkaufsfläche? Aussagen zur Bausubstanz, zur Schaufensterfläche, zum energetischen Zustand und zu bau- und planungsrechtlichen Aspekten runden die Erfassung ab.

Ziel der Erfassung ist, Anknüpfungspunkte für eine Aufwertung und eine Stabilisierung des funktionalen Nutzungsmixes zu erarbeiten und die Entwicklung im Projektzeitraum darzustellen.

Perspektive der Gäste

Auch die Perspektive der Gäste der Stadt soll berücksichtigt werden. In der Straßenbeiratssitzung im Juni werden die Fragebögen für die geplante Passantenbefragung und die begleitende Online-Befragung abgestimmt.

Die Befragung findet voraussichtlich zwischen dem 30. Juni und 2. Juli an zwei Standorten in der Innenstadt statt. Im gleichen Zeitraum ist die Onlinebefragung freigeschaltet.

Per Handy-Tracking findet an voraussichtlich acht Standorten ab Sommer eine Messung der Passantenfrequenz statt, um die Laufwege im Projektgebiet nachvollziehen zu können.

Konsumfrei verweilen

Zum Sommerfest von Pro Lörrach am 9. und 10. Juli werden am Eingang zum Chesterplatz Sonnenliegen aufgestellt, die anschließend auf dem Senser Platz über die Sommermonate neue konsumfreie Aufenthaltsmöglichkeiten bieten werden.

Für die Projektöffentlichkeitsarbeit wird außerdem ein Gestaltungskonzept erarbeitet und in verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen umgesetzt, so die Mitteilung der Stadt.

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