Lörrach Zugewanderte Bürger begleiten

 Foto: zVg

Lörrach - Aus den relativ eng umrissenen Zuständigkeiten der Flüchtlingsbeauftragten hat sich das facettenreiche Tätigkeitsfeld der städtischen Integrationsbeauftragten entwickelt. Das belegten die Erläuterungen von Inga Schwarz kürzlich im Hauptausschuss.

Die Stadt möchte perspektivisch ihre Integrationsarbeit über die Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen hinaus auf alle zugewanderten Bürger ausweiten und an das Welcome-Center im Rathaus anbinden. Denn: Alle zugewanderten Menschen bräuchten Unterstützung und Orientierung (wir berichteten). Vor diesem Hintergrund empfahl die Kommune die Entfristung der 50-Prozent-Stelle von Inga Schwarz. Der Hauptausschuss unterstützte dies.

Der Arbeitsbericht der Integrationsbeauftragten machte anschaulich, wie sich dieser Bereich entwickelt hat.

Das Stellenprofil

Zum Jahreswechsel 2018/19 lebten in Lörrach rund 8770 Menschen mit ausländischem Pass, hiervon waren 530 Personen in Anschlussunterbringung untergebracht.

Eine wichtige Aufgabe der kommunalen Integrationsarbeit wird bis auf Weiteres die Betreuung von Flüchtlingen sein. Ziel bleibe gleichwohl „die Schaffung von Strukturen und Maßnahmen, die die Integration aller Menschen mit Migrationshintergrund langfristig stärken“, so Fachbereichsleiterin Geraldine Dannecker in der Sitzungsvorlage.

Eine der ersten Maßnahmen der Integrationsbeauftragten war die Einrichtung des Welcome-Centers im Rathaus, das die Koordinierung der Sozialbetreuung von Flüchtlingen in Anschlussunterbringung übernahm.

Regelmäßige Aufgaben

Die Integrationsbeauftragte koordiniert Integrationsangebote und entwickelt bei Bedarf neue Strukturen und Maßnahmen für Menschen mit Migrationshintergrund in Lörrach. Sie ist Ansprechpartnerin für die Belange von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund, fördert die Netzwerkarbeit und betreibt Öffentlichkeitsarbeit. Sie beteiligt sich zudem an der Arbeit der Internationalen Kommission und betreut das Welcome-Center.

Projektarbeit

Hierzu zählt unter anderem das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderten integrative Kochprojekt „kitchen on the run“.

2017/18 konnte zudem ein Wegweiser für Migranten von der Integrationsbeauftragten erarbeitet werden. Das Kursangebot für Flüchtlinge in Anschlussunterbringung „Fit für die eigene Wohnung“ wurde ebenfalls 2018 erarbeitet und umgesetzt.

Ein Interkulturelles Männerprojekt – bestehend aus einem „Runden Tisch Gewaltprävention“, der Fortbildung interkultureller Mediatoren und Sportangeboten – wurde in diesem Jahr gestartet.

Sobald der Ausbau des Welcome-Centers abgeschlossen ist, soll sich Schwarz wieder verstärkt Aufgaben zuwenden, „die über das Integrationsmanagement der Anschlussunterbringung hinausgehen“, so Dannecker.

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