Lörracher Fasnachtsumzug Eine bunte Karawane der Narretei

Adrian Steineck
Der Batman-Gegenspieler Joker war mit seinem Nachwuchs ebenfalls anzutreffen. Foto:  

Zehntausende Besucher säumten die Straßen beim großen Fasnachtsumzug in der Lörracher Innenstadt.

Den Auftakt machten wie gewohnt die Lokalmatadoren. Die Umzugsspitze mit Obergildenmeister Michael Lindemer wurde begleitet vom Lörracher Zundel, der Symbolfigur der Fasnacht in der Lerchenstadt.

Beste Stimmung allerorten Foto: Adrian Steineck

Mit der Guggemusik Trottwarschlurbi wurde es das erste Mal richtig schön laut. Die Narrenzunft Lörrach, die für ihre Zunftabende wieder ein pointenreiches Programm auf die Beine gestellt hatte, gehörte ebenfalls mit zu den ersten Formationen. Die Ufhabi-Clique, die Zigüner-Clique Stetten, die Güggel-Clique Tumringen, die Schloss-Düüfel, die Haagemer Burgnarren und schließlich die älteste deutsche Guggemusik, die GM 53 Lörrach, vervollständigten die lokale Vorhut.

Herzerfrischende Szenen

Bei 116 Cliquen und Guggemusiken mit weit mehr als 2000 Aktiven ging es dann bunt gemischt zu. Eisbären folgten auf Hexen. Guggemusik folgte auf Funkengarde. Elferrat folgte auf Totenbühl-Wölfe. Die Besucher, die dichtgedrängt an der Umzugsstrecke standen, hatten ihren Spaß, zumal wenn sie mit den Narren interagieren konnten. Bisweilen spielten sich regelrecht rührende Szenen ab. Ein Fasnächtler, der im Rollstuhl sitzt und sich die Teilnahme mit seiner Clique dennoch nicht nehmen ließ, erhielt lauten Beifall vom Publikum. Gerade die jüngsten Aktiven einer Clique ließen es sich nicht nehmen, ihren am Wegesrand stehenden Altersgenossen Bonbons, Popcorn, Kutscher oder Blumensträußchen zu überreichen.

Einseifen bleibt nicht aus

Mitunter hatten die Besucher auch die Wahl, welche Hand eines Narren sie wollten: in der einen befand sich eine Ladung Süßes, in der anderen hingegen eine Portion Konfetti.

Das beliebte Einseifen mit den bunten Papierschnipseln blieb natürlich ebenfalls nicht aus. Wer lange Haare hatte, erwies sich als besonders beliebte Zielscheibe der Narren. Dabei galt aber stets: Auch die grimmigsten Eisweiherhexen oder die gruseligen Gestalten etwa der Freiburger Höllenbrut erwiesen sich als freundliche, zum Scherzen aufgelegte Zeitgenossen.

Hier gibt es etwas Süßes. Foto: Adrian Steineck

Aus dem gesamten südbadischen Raum und auch aus dem Elsass und der Schweiz waren bunt kostümierte Gruppen dabei. Die Schnàckeschlàgger Wagges Zilisheim oder die Knackes Waggis Schlierbach vertraten etwa die französischen Nachbarn. Morgestraich-Flair brachte unter anderem die Basler Guggemusik Ewigi Optimischte mit den klassischen Piccoloflöten und Trommeln entlang der Umzugsstrecke zogen.

Ein neugieriger Zeitgenosse Foto: Adrian Steineck

Die Wegführung war in diesem Jahr leicht geändert. Bei der Stadtbibliothek ging der Umzug los und führte über den Senser Platz und über den Hebelpark zum Alten Markt.

Eine Bildergalerie finden Sie online unter www.verlagshaus-jaumann.de.

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