Malsburg-Marzell Bandbreite einer Blaskapelle gezeigt

Die Geehrten: (von links) Elke Stumm, Manuel Schleith, Andrea Gogel-Rakus, Angelika Gross, Ferdinand Seider, Marlies Wetzel, Bernd Meier und Walter Roths mit dem Vorsitzenden Rolf Dreher. Foto: Rolf-Dieter Kanmacher

Malsburg-Marzell - Wie beliebt der Musikverein „Edelweiß“ unter der Leitung seines Dirigenten Andreas Kramer bei seinen Anhängern ist, wurde durch den großen Andrang beim Jahreskonzert in der Stockberghalle Marzell belegt.

Schon um 19 Uhr, eine Stunde vor Konzertbeginn, war die Halle mit gut 300 Besuchern voll besetzt. Eine besondere Note verlieh dem Konzert die Mitwirkung des Jugendorchesters „JoMaMa“ unter seinem Dirigenten Martin Mayer und das Debüt des jungen Ausnahmetalents Nico Kilchling mit seinem Solo am Schlagzeug.

Die zehn Jungmusiker vom „JoMaMa“ eröffneten das Konzert mit einer „Reise um die Welt“ und begannen – eine Überraschung – mit dem Deutschlandlied. Weiter ging es „Auf Safari“ mit dem „Affen-Rock aus dem Film „Mogli“ und dem unheimlichen Stück „Reptilien“. Das JoMaMa hatte sogar seine eigene „Reiseleiterin“, Cora, mitgebracht und dieses sehr junge Mädchen führte durch das Programm mit der Routine eines alten Hasen.

Nachdem Dietmar Schmiedlin, Vizedirigent und Klarinettist, die Moderation übernommen hatte, begannen die Aktiven des Orchesters „Edelweiß“ ihren Vortrag mit der Komposition „La Sera Sper il Lag“ von Gion B. Casanova (ein Nachkomme des berühmten Liebhabers Casanova), einem Stück in dem eher die leisen Töne zum Tragen kommen.

Mit großem musikalischen Können wurde „Queen“ vorgetragen, ein Medley aus Werken von Freddy Mercury, John Deacon und Brian May.

Den Abschluss der ersten Konzerthälfte bildete das Stück „Sparkling Drums“ von Ted Huggens. Hierbei konnte das junge Ausnahmetalent Nico Kilchling mit seinem „Solo für Schlagzeug“ seine Leidenschaft für dieses Instrument voll austoben.

Nach einer Pause, in der die Tombola-Lose verkauft wurden, die Gäste sich ihrem leiblichen Wohl widmen konnten und verdiente Mitglieder geehrt wurden, ging es weiter mit dem Marsch „Allgäuland“, der deutlich machte, wo die Wurzeln der Blasmusik liegen. Aber spätestens mit dem Medley „Disney Film Favorites“ wurde den Zuhörern klar gemacht, über welche große Bandbreite eine moderne Blaskapelle heutzutage verfügt.

Laut Schmiedlin gibt es kein „Wälderkonzert“ ohne Polka. Mit dem Stück „Zeitlos“ von Martin Scharnagel wurde diesem Geschmack entsprochen. Allerdings, so Schmiedlin, sei dies eher eine Symphonie als eine Polka.

Der italienische Schlager „Bella Ciao“ sollte, wie Vorsitzender Rolf Dreher bemerkte, darauf hinweisen, dass das Konzert langsam zu Ende gehe. Das hell begeisterte, mit Beifall nicht geizende Publikum sah das aber anders. Zwei Zugaben sollten es schon sein. Mit „Märische Polka“ („eini zum abgo“ – Originalton Schmiedlin) und „Vier Musikanten“ fand der großartige Abend ein würdiges Ende.

Ehrungen verdienter Mitglieder

Für 25 Jahre passive Vereinszugehörigkeit geehrt wurden, Andrea Gogel-Rakus, Anita Mäder, Ernst Mäder jun., Jürgen Mückei und Heinz Seider. Für 30 Jahre wurden Angelika Gross und für 40 Jahre Dietmar Dreher, Bruno Franzke, Heinz Lais, Bernd Meier, Reinhard Orleth, Walter Roths, Mario Schurek, Ferdinand Seider und Herbert Spittler zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Vom Alemannischen Musikverband, vertreten durch Vizepräsidentin Birgit Ludin, wurde der Aktive Manuel Schleith für 30-jährige Tätigkeit mit der silbernen Ehrennadel und die Aktiven Elke Stumm sowie Marlies Wetzel mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Gleichzeitig erhielten sie die Ehrenmitgliedschaft im Verein.

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