Malsburg-Marzell Da wurde eng zusamengerückt

Beim Liechtgang in Kaltenbach: Der Heimatverein-Vorsitzende Karlheinz Kiefer mit den Akteuren Dieter Schwarzwälder, Christa Heimann und Rolf Rosendahl. Foto: Rolf-Dieter Kanmacher Foto: Weiler Zeitung

Malsburg-Marzell (kn). „Rutsch e bizzeli nöcher!“ So lautet ein Gedicht von Gerhard Jung und dieses hätte auch das Motto für den Liechtgang im Gasthaus „Krone“ in Kaltenbach sein können. Denn dieses Jahr war war der gemütliche Gastraum buchstäblich bis auf den letzten Notplatz gefüllt, als Heimatvereinsvorsitzender Karlheinz Kiefer die Gäste willkommen hieß.

Mundartdichterin Christa Heimann aus Kandern und die „Zwei Wunderfitze“, Dieter Schwarzwälder und Rolf Rosendahl, bescherten den Gästen einen unterhaltsamen Abend. Mit einer Liebeserklärung an die alemannische Muttersprache aus der Feder von Roland Hofmaier eröffneten die Wunderfitze das Programm. „Ins Mueders Stübeli“ und das Badner Lied folgten, auch besinnliche und zeitkritische Momente sparten sie nicht aus.

Vorwiegend heiter und gewürzt mit spontan eingeflochtenen Witzen ging es im zweiten Teil weiter. Der Einladung zum Mitsingen folgten die Gäste gerne. „Alemannische Männer, das weiß jedi Frau, sin ifühlsam, lieb un zärtlich wie d’Sau!“, erläuterten die Wunderfitze und nahmen dann die Nordic Walker kräftig auf die Schippe. Dem Wunsch nach Zugaben folgten sie gerne.

Musikalisch bewegte sich das Duo auf bestem Nivau, Rolf Rosendahl (Wiechs) an der Akustikgitarre wurde unterstützt von Dieter Schwarzwälder aus Wies am E-Bass, der sich auch als vielseitiger Könner auf anderen Instrumenten wie der „Schnuuregiege“ erwies.

Christa Heimann hatte dem „Liechtgang“ ein eigenes Gedicht gewidmet. „Glücklich heimwärts go“ sollte man nach einem solchen Abend, sagte sie – und schöpfte mit ihren zwei Auftritten aus dem Vollen ihres reichen Schaffens.

So erinnerte sie mit ihrem Gedicht „Alles lätz“ daran, dass es auch schon in früheren Jahren schneearme Winter gegeben habe. Eher besinnliche Gedichte fanden ebenso aufmerksame Zuhörer wie ihre heiteren Beiträge.

Aufgeregte Zeiten erfordern seriöse und umfassende Informationen und deren Einordnung! Jetzt HIER anfordern.

  • Bewertung
    1

Umfrage

Coronavirus – Berlin

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie werden Stimmen laut, die sich für eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum aussprechen. Soll man dem Vorbild der Stadt Jena folgen? Dort muss der Mund-Nasen-Schutz ab nächster Woche in Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr getragen werden.

Ergebnis anzeigen
loading