Malsburg-Marzell Die Anhöhe gut bewältigt

SB-Import-Eidos
Kleine und große Traktorenfans zog das Bulldogtreffen auf dem Lipple an. Foto: Ines Bode

Malsburg-Marzell (ib). Für eine zünftige Fachsimpelei kann es nie früh genug sein: Kaum war der Kamerad auf vier Rädern auf dem Lipple geparkt, war man in den Austausch vertieft. Auch beim jüngsten Bulldogtreffen ging es um die Motorstärke, ums Getriebe und natürlich um das Miteinander der Technikbegeisterten alter Traktoren.

Bereits zu früher Stunde war der Parkplatz gut gefüllt, und die Mannschaft vom „Förderverein Sportfreunde Marzell“ als Veranstalter gut gerüstet. Aus allen Richtungen strömten die Besucher herbei, sogar junge Familien mit Kinderwagen. Es habe im Dorf lange keinen Hock gegeben, erklärt Daniel Schweinlin, und der Förderverein sei bekannt für seine Grill- und Backkünste. Auch der dreijährige Milan hüpft vor Freude an der Hand von Papa auf die bunten Traktoren zu. Ein rötlicher Güldner ist das Ziel, und schon strahlt der Bub übers ganze Gesicht.

Rot sei im Prinzip auch die Farbe der Porsche-Traktoren, weiß Schweinlin zu berichten. Als Volksschlepper wurde er in den 1950er/60er Jahren hergestellt. Und gemäß dem Ruf des Luxustreckers ist der auffällige Blumenschmuck am Kühler frisch geschnitten, sprich nicht künstlich.

Zur Frage, woran man einen PS-Rentner erkennt, meint Markus Kühner, „am Bügel“. Fehlt er über dem Sitz, ist das Modell garantiert alt. Erst später kamen ein Dach und dann die Kabine hinzu. Diese könne heute sogar klimatisiert sein.

Am Samstag zählte manches Gefährt 70 Lenze, wenngleich der Lack noch lange nicht ab ist. Im Gegenteil: Fast wie neu funkelt ein Hürlimann, eines der raren Schweizer Modelle, dessen stolzer Besitzer sich mit „Hansjörg aus Kandern“ vorstellt. Er freut sich, dass sein Oldie die knapp 900 Meter-Anhöhe problemlos geschafft hat. Andere legen zu diesem Zeitpunkt unten in Malsburg ein Päuschen ein. Für die meisten Motoren sei der Berg kein Problem, wenn sie gut gewartet werden, erzählt der Vorsitzende Thorsten Klein.

Er wie auch sein Vize Markus Kühner haben alle Hände voll zu tun: „Nicht mehr lange, dann ist hier alles voll.“ Dann geht die Fachsimpelei richtig los, ein Dauerbrenner dabei sei die mitunter kuriose Beschaffung von Ersatzteilen.

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