Malsburg-Marzell Die bessere Erreichbarkeit hat ihren Preis

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Bessere Erreichbarkeit für Malsburg-Marzell soll ein Funkmast in Vogelbach bringen. Foto: sba/Karl-Josef Hildenbrand

Malsburg-Marzell (ag). Die geplante Aufstellung eines 13 Meter hohen Mobilfunkmasts auf dem alten Hochbehälter in Vogelbach sorgte in der jüngsten Gemeinderatssitzung für Diskussionen. Die Entscheidung über den Antrag der Deutschen Funkturm GmbH wurde vertagt.

Der Mast soll die Mobilfunkerreichbarkeit in der Berggemeinde erheblich verbessern, wäre allerdings auch von weithin sichtbar. „Man sieht ihn von allen Seiten“, gab Bürgermeister Mario Singer zu bedenken. Aber gerade deshalb sei dies der bester Standort, um Funklöcher zu stopfen. „Damit zukünftig eine möglichst große Fläche unseres großen Gemeindegebiets mobilfunkmäßig erschlossen werden kann, ist nur dieser eine gewählte Standort auf dem bestehenden alten Hochbehälter in Vogelbach mobilfunktechnisch sinnvoll und effektiv“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Als Alternativen wurden beispielsweise Orte am Waldrand geprüft, die aber eine Masthöhe von 50 Metern erfordern würden.

An der exponierten Lage störte sich Gemeinderätin Ulrike Richter. Sie sprach sich dafür aus, die Anlieger erst einmal anzuhören, um die Einwohner von Vogelbach nicht vor den Kopf zu stoßen.

Die Funktionsfähigkeit des Hochbehälters wäre dadurch nicht beeinträchtigt, wurde betont. Denn Ulrike Richter befürchtete auch, dass eine Reaktivierung des Behälters erschwert sein könnte, sollte er in einer Trockenphase wieder gebraucht werden.

Singer sicherte zu, die Anwohner vorab zu befragen. Manfred Wetzel wollte wissen, in welchem Umkreis diese Befragung erfolgen soll und erkundigte sich, was passiert, wenn jemand den Mast ablehnt.

Dies sei letztlich die Entscheidung des Gemeinderats, hieß es. Zum Umkreis informierte Florian Leisinger von der Gemeindeverwaltung, dass direkte Angrenzer befragt werden müssten. Alles Weitere sei Ermessenssache.

André Hintenaus bemerkte, dass der Gemeinderat in dieser Angelegenheit ohnehin nicht viel zu sagen hätte und letztlich die Behörden entscheiden würden. Die Gemeinde sei Eigentümerin des Grundstücks wurde ihm entgegnet. Es gelte, einen Pachtvertrag über 52 Euro im Monat abzuschließen.

Wichtig war es Hintenaus zudem, dass der Funkmast alle Mobilfunkanbieter einschließen sollte. Auch unter diesem Aspekt sollen nun vorab noch einmal Gespräche geführt werden.

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