Malsburg-Marzell Die Gebühren werden steigen

SB-Import-Eidos
Schon seit Längerem bereiten die zurückgehenden Quellschüttungen in der Berggemeinde Sorgen. Foto: zVg/Kanmacher

Malsburg-Marzell (kn). In der Dezember-Sitzung des Gemeinderats wurde die Entscheidung über die künftige Höhe der Abwassergebühren vertagt und vom Gemeinderat eine Neukalkulation gefordert. Dies vor allem mit Blick auf die in der Kostenberechnung berücksichtigten und als kostenintensiv empfundenen internen Leistungsverrechnung von Verwaltungs- und Bauhofkosten.

Im weiteren Verlauf befasste sich das Gremium folgerichtig nicht mehr mit dem künftigen Gebührenmaßstab für die Frischwasserkosten. Auch hier soll entsprechend eine Überprüfung der Kalkulation erfolgen.

Allerdings hatte auch für diesen Bereich das mit der Kalkulation beauftragte Kommunalbüro Schneider & Zajontz laut Sitzungsunterlagen besonders für das Jahr 2020 eine kräftige Kostenunterdeckung von rund 142 300 Euro ermittelt. Auch in den Jahren 2018 hatte nach den Berechnungen die Gemeinde mit 35 200 Euro und 2019 mit 29 600 Euro rote Zahlen geschrieben. Dagegen steht ein Plus von jeweils annähernd 60 000 Euro in den Jahren 2016 und 2017.

Die auf Grundlage der aktuellen Ergebnisse fußende Kalkulation beinhaltet die laufenden Kosten und Erlöse, die kalkulatorischen Abschreibungen sowie die kalkulatorische Verzinsung, wo bei die Kosten auf die jährliche Frischwassermenge bezogen werden. Wie in den Sitzungsunterlagen weiter festgehalten wird, sei die Gemeinde bei einer gewollten Kostenunterdeckung zukünftig nicht mehr förderberechtigt, da eine kostendeckende Gebührenerhebung ein entscheidendes Kriterium der Fördergeber sei.

Die Gemeinde konnte, nicht zuletzt dank höherer Zuschüsse gerade in den vergangenen Jahren, größere Projekte zur Sicherung der Trinkwasserversorgung angesichts zurückgehender Quellschüttungen in Trockenjahren realisieren. Aktuell wird eine neue Transportleitung vom Pumpwerk Riederen der Reha-Kliniken zum Hochbehälter Grabenbuck gebaut. Für die Maßnahme wurden Fördermittel in Höhe von 559 400 Euro bewilligt.

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