Malsburg-Marzell Die Schlafebene war erst der Anfang

Erzieherin Corinna Trefzer freut sich wie ihre Kolleginnen und die Kinder über die neue Schlafebene.Foto: zVg/Kanmacher Foto: Weiler Zeitung

Malsburg-Marzell (kn). Breiten Raum nahm in der Sitzung des Gemeinderats der Bericht des neu eingerichteten Arbeitskreises zur räumlichen Entwicklung des Kindergartens „Schwalbennest“ ein. Ein Fortschritt war zu vermelden: Mitarbeiterinnen und Kinder freuen sich über die neu eingerichtete zweite Schlafebene.

Pfarrerin Susanne Roßkopf hatte sich zu Beginn der Sitzung zu Wort gemeldet und sich in Namen der Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung bei Gemeinde und Gemeinderat für die konstruktive Zusammenarbeit und den zügigen Einbau der Schlafebene bedankt. Diese erweitere die Möglichkeiten zur Ganztagsbetreuung der Kinder dem Bedarf entsprechend von derzeit zehn auf künftig 16 Plätze.

Wie in einer früheren Sitzung deutlich wurde, konnte der Schlafraum im Untergeschoss (ehemaliger Gemeindesaal) wegen der beengten Verhältnisse nur durch eine zweite, höher gelegene Schlafebene erweitert werden. Mit der Herstellung wurde die lokale Schreinerei Wetzel beauftragt.

Die Pfarrerin unterstrich den allgemeinen Wunsch, das Raumangebot für die Kinder und Mitarbeiterinnen zu verbessern, wie es auch der Arbeitskreis anstrebe, in dem Eltern mitwirkten.

Was der Arbeitskreis will

Im weiteren Verlauf folgte der Bericht des Arbeitskreises Kindergartenumbau/Neubau, in dem für die Gemeinde die Ratsmitglieder Albert Gothe (auch als Planer) und Mark Schwarz federführend sind. Oberste Zielsetzung sei die Schaffung eines ganzheitlichen, pädagogisch nachhaltigen Bildungsangebots für Kinder ab zwei Jahren bis zur Vorschule. Im Arbeitskreis soll nun geprüft werden, inwieweit das Raumangebot für eine „offene Arbeit und Pädagogik der Vielfalt“, wie sie Leiterin Valerie Pfeifer und Erzieherin Corinna Trefzer vorstellten, geschaffen werden kann. Gothe ging in seinem Referat vor allem auf die rechtlichen Grundlagen ein und betonte den Rechtsanspruch auf Betreuung für jedes Kind nach Vollendung des ersten Lebensjahrs.

Deutlich wurde, wie auch Bürgermeister Mario Singer unterstrich, dass das Raumangebot für die künftige Arbeit im Vorschulbereich verbessert werden muss, um die Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu fördern. Es müssten Räume mit thematischen Schwerpunkten, sogenannte Themenwerkstätten, geschaffen werden. Auch wiesen die vorhandenen Räume und das Gebäude selbst zum Teil größere Mängel auf, es bestehe dringender Sanierungsbedarf. Die als Gruppenräume genutzten zwei Container seien keine Dauerlösung.

Übereinstimmend herrschte im Gemeinderat die Überzeugung, dass die möglichen Varianten schnell geprüft und Bedingungen für eine Lösung des Raumproblems erarbeitet werden müssten, sei es durch Um- oder Anbauten, die Aufstockung oder durch einen kompletten Neubau. Man müsse auf den „fahrenden Zug“ aufspringen können, wenn sich Finanzierungsmöglichkeiten zeigten, hieß es.

Bei der Erarbeitung des Konzepts erhofft man sich auch Unterstützung vom neuen Hauptamtsleiter Patrick Seemann, der in diesem Bereich über Erfahrungen verfügt.

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