Malsburg-Marzell Die Wasserversorgung ist gesichert

Der Hochbehälter Grabenbuck oberhalb von Marzell spielt eine wichtige Rolle in der Wasserversorgung der Berggemeinde. Neben dem Reservoir ist die Sendeanlage für den Mobilfunk zu sehen.                                                                                                                                                                                                                                                                  Foto: Rolf-Dieter Kanmacher

In zurückliegenden niederschlagsarmen Jahren hatte sich gezeigt, dass zur Sicherung der Wasserversorgung in der Berggemeinde Malsburg-Marzell weitergehende Schritte erforderlich sind. Ein wichtiger Baustein soll in dieser Hinsicht eine neue Transportleitung vom Pumpwerk Riederen der Reha-Kliniken zum Schacht Grabenbuck sein.

Von Rolf-Dieter Kanmacher

Malsburg-Marzell. Stefan Scheurer vom Planungsbüro Himmelsbach und Scheurer erläuterte am Montagabend bei der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates im Bürgerhaus Edenbach die Maßnahme: Über eine drei Kilometer lange Leitung – sie führt zunächst entlang der Landstraße zum Lipple und dann über einen Waldwirtschaftsweg zum Reservoir Grabenbuck – sollen die beiden Wasserreservoire und damit die Versorgungsnetze der Gemeinde und der Reha-Kliniken verbunden werden.

Mit verlegt werden je ein Ortungs- und Steuerkabel. Der Schacht Grabenbuck spielt in der gemeindlichen Wasserversorgung eine wichtige Rolle, von dort aus kann Wasser in alle Netze der Gemeinde verteilt werden.

Riedernquelle gemeinschaftlich nutzen

Man habe mit den Reha-Kliniken eine Vereinbarung zur Nutzung der Riedernquelle geschlossen, sagte Bürgermeister Mario Singer. Die Quelle müsse jedoch auch noch saniert werden, die Arbeiten seien bereits im Gange. Für die Maßnahme stehen Fördermittel in Höhe von 559 400 Euro zur Verfügung. Von insgesamt sechs Bietern hatte die Firma Johann Joos aus Hartheim mit 503 052 Euro das günstigste Angebot abgegeben und erhielt auch nach dem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss den Zuschlag für die Ausführung der Maßnahme. Der Planer sprach von einem „guten Preis“ unter der ursprünglichen Kostenschätzung. Allerdings kommen für die Beschichtung des Inneren des Pumpwerks und die Pumpentechnik noch weitere erhebliche Kosten zu den Leitungskosten dazu.

Pumpen dienen Notversorgung

Im Zuge der Maßnahme werde auch die Zuwegung zum Pumpwerk verbessert, so Scheurer. Die Pumpen sollen nur im Bedarfsfall in Betrieb gehen, da die neue Verbindung vor allem als Notversorgung gedacht sei. Mit den Arbeiten soll nach Möglichkeit noch Ende August begonnen werden.

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