Malsburg-Marzell Diskussion um mögliches Windrad auf dem Blauen

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Die Gemeinde Malsburg-Marzell steht dem Vorhaben Windkraft auf dem Blauen positiv gegenüber. Foto: sba/Christian Charisius

Malsburg-Marzell (kn). Der Staatsforst bietet aktuell im Blauengebiet Flächen für Windrad-Betreiber an. Das Thema „Windkraft“ kam denn auch im Gemeinderat der Berggemeinde am Dienstagabend zur Sprache. Vergangene Woche war im Rahmen eines SWR-Fernsehberichts zum Thema auch Bürgermeister Mario Singer zu Wort gekommen.

Ratsmitglied Albert Gothe sprach sich nun dafür aus, die Genossenschaft Bürgerwindrad Blauen, sie hat ihren Sitz in der Berggemeinde, bei ihren Plänen zu unterstützen, am Blauen Windräder in Bürgerhand zu realisieren. Die Genossenschaft hat auf eigene Kosten bereits Windmessungen durchgeführt. Für die Unterstützung des Bürgerprojekts spreche auch, so Gothe, dass die Gemeinde dann Steuereinnahmen generieren und so ihre Finanzsituation verbessern könne.

Dass es wohl auch noch andere Interessenten für die Realisierung eines derartigen Projekts gibt, sagte Dierk Kilchling, der ein auffallend großes Verkehrsaufkommen in den betreffenden Bereichen beobachtet hatte: Darunter seien auch viele Fahrzeuge mit fremden Kennzeichen gewesen. Trotz seiner grundsätzlichen Unterstützung des Projekts sprach Kilchling auch die Nähe der vorgesehenen Flächen zum Ortsteil Marzell an, Schliengen und Badenweiler seien kaum oder gar nicht betroffen.

Bürgermeister Singer verwies auf Abstandsregelungen zu bewohnten Bereichen, welche die mögliche Belastung der Bevölkerung verhindern oder mindern helfen. Besonders streng seien diese Vorgaben bei benachbarten Kureinrichtungen.

Karlheinz Beyerle äußerte sein Unverständnis darüber, dass die aktuell ausgewiesenen Flächen nach dem Windatlas durchaus nicht die beste Windhöffigkeit im Blauenbereich auswiesen.

Und Hanspeter Osswald erinnerte daran, dass bei früheren Beratungen die Gemeinde Malsburg-Marzell durchaus Bereitschaft zur Windkraftnutzung im Blauenbereich gezeigt habe, der Widerstand sei vor allem aus Badenweiler und Schliengen gekommen.

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