Malsburg-Marzell (kn). Man gebe ihr einen „Rucksack voller Probleme und Fragen“ mit, wurde gegen Ende der Gesprächsrunde beim Diskussionsabend des SPD-Ortsvereins Malsburg-Marzell zu Zukunftsfragen des oberen Kandertals mit der SPD-Landtagskandidatin Birte Könnecke bedauert.

Wahlkämpferische Töne waren bei der Gesprächsrunde mit gut 20 Teilnehmern im Gasthaus „Kranz“ nicht angesagt. Alles drehte sich getreu der grundsätzlichen Fragestellung „Malsburg-Marzell – Berg- oder Talfahrt in die Zukunft?“ um Zukunfts- und Entwicklungschancen des oberen Kandertals.

Zum demographischen Wandel bezog einleitend die Ortsvereinsvorsitzende und Bürgermeisterstellvertreterin Helga Althauser Stellung, den Wandel einer Landschaft und die bedrohliche Verhurstung und Zunahme von Waldflächen beleuchtete Matthias Wehrlin. Rolf-Dieter Kanmacher stellte zur Frage „Tourismus oder stadtnaher Erholungsraum“ eine zu geringe Wertschöpfung für die Gemeinde und ihre Einwohner aus dem Tourismuszweig fest.

Clemens Kanmacher ging in seiner Stellungnahme zur Frage „Moderne Zeiten – auch bei uns?“ auf die Internetversorgung ein, die dank einer Initiative des SPD-Ortsvereins mit der flächendeckenden Versorgung durch die Firma CoS-on-Air eine solide Basis habe.

Einig war man sich mit der Kandidatin in der Beurteilung, dass es ohne ehrenamtlichen Einsatz und auch viele neue Initiativen der Nachbarschaftshilfe nicht möglich sei, ein lebenswertes Umfeld für Alt und Jung zu schaffen. Die Rahmenbedingungen müsse aber die Politik gestalten, meinte einer der Diskussionsteilnehmer.

Birte Könnecke selbst zeigte sich nicht zuletzt im Blick auf ihre Tätigkeit als Amtstierärztin im Kinzigtal mit ländlichen Strukturen durchaus vertraut: Es sei ihr ein besonderes Anliegen, den ländlichen Raum in seiner ganzen Vielfalt lebenswert und attraktiv zu erhalten, betonte sie abschließend.