Malsburg-Marzell Erster Platz auf dem Paradiesbuck

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In dem Legendenspiel zum Jubiläum des Sportverein Malsburg sind bekannte Spieler aus der Vereinsgeschichte gegeneinander angetreten. Es nahmen noch fünf Spieler der ersten Mannschaft des SVM teil. Foto: Nicole Oßwald

Der Sportverein Malsburg (SVM), der heute in der Sportgemeinschaft Malsburg-Marzell aufgegangen ist, hat am Wochenende sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Dazu konnte der Vorsitzende Uli Wetzel neben Bürgermeister Mario Singer auch den Vorsitzenden des Fußballbezirks Hochrhein, Uwe Sütterlin, begrüßen.

Malsburg-Marzell . In das Programm werden musikalische Beitrage des Gesangsvereins Vogelbach-Malsburg unter der Leitung von Günter Enßle und Countrysongs des aktiven Spielers Daniel Katz eingebettet, heißt es in dem Nachbericht. Monika Waslowski beschreibt das erste Training der „Wäldermaidli“ in den 1980er-Jahren.

Bei der nostalgischen Rückblende von Karlheinz Beyerle erfahren die Zuhörer, dass 1972 ein „legendäres“ Jahr für die noch relativ junge Bundesrepublik war: Nicht nur, dass die Olympiade in München stattfindet, sondern auch in der kleinen Wälder-Gemeinde Malsburg schreiben junge Fußballer Geschichte.

Mit ihrem damaligen Trainer Karlheinz Beyerle gründen sie den Sportverein Malsburg. Adolf Ernst wird erster Vorsitzender. Wie bei der Fernseh-Skigymnastik trainiert Karlheinz Beyerle die Mannschaft mit Medizinbällen zu Musik von James Last im Keller der Edenbachhalle.

Der erste Fußballplatz befindet sich auf dem Paradiesbuck unterhalb von Vogelbach. Dieser sogenannte Blutacker, ein Granitsandhartplatz, war für die Malsburger Fußballer das „Paradies“, für den Gegner meistens die „Hölle“. Die „Wälder“ sind gefürchtete Gegner. Aber auch die eigenen Spieler tragen heftige Blessuren davon, der Granitsand verursacht auf der Haut schmerzhafte Schürfwunden.

Platz für Gegner die „Hölle“

Das erste Punktspiel findet im August 1973 statt. In der dazu eingespielten „historischen“ Radiosendung heißt es, „aus dem Hintergrund müsste Meier schießen“. Kurz darauf hört man: „Meier schießt, Tor, Tor.“

Die Malsburger Kicker siegen damals mit 3:1 gegen Auggen, gefeiert wird mit dem Musikverein. Am Ende der Saison sind die Malsburger auf dem fünften Platz, Torschützenkönig ist Hans Osswald. Bereits in der Saison 1978/79 steigt der SV Malsburg mit mehr als 101 Toren in die Kreisliga A auf. Bei den Aufstieg-Spielen schießen Klaus und Roland Meier zusammen 50 Tore. Beim Abschiedsspiel von Trainer Beyerle 1989 tritt die Mannschaft von 1973 noch einmal geschlossen an.

Bei der Jubiläumsfeier 50 Jahre SVM präsentiert Karlheinz Beyerle mit selbstgemalten Bildern „neue wissenschaftliche Erkenntnisse“ über die Anfänge des Malsburger Fußballs. So weiß man mittlerweile, dass das Fußballspiel in Malsburg Tradition hat: Bereits in der Steinzeit dienen kugelförmige Steine, Überbleibsel vom Blauen-Gletscher, als Fußbälle. Mit komplizierter Gymnastik schießen die „Malzis“ die Steine bis zur Kander.

1992 erhalten die Spieler in der Atzenmatt am Ortseingang von Malsburg einen neuen Platz. 1994 beginnt der Bau des Clubheims. In der Saison 1997/1998 gelingt den Malsburgern in einem dramatischen Endspiel vor 500 Zuschauern gegen Bad Bellingen der Wiederaufstieg in die Kreisliga A mit einem 3:1. Bester Torschütze ist in dieser Saison Stefan Ernst mit 32 Toren.

2017 wird ein Kunstrasen in der Atzenmatt verlegt. Zwischenzeitlich haben sich die Vereine von Malsburg und Marzell zu einer Spielgemeinschaft zusammengeschlossen und sind heute ein intakter Verein mit aktiven Mannschaften von der „AH“, wie die Altersmannschaft heißt, bis zur F-Jugend.

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