Malsburg-Marzell Es geht ans „Tafelsilber“

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Das ehemalige Schul- und Lehrerwohnhaus im Ortsteil Vogelbach. Foto: Archiv/kn

Malsburg-Marzell (kn). Die jüngste Sitzung des Gemeinderats machte es deutlich: Aufgrund der strukturell geringen Ertragskraft im Ergebnishaushalt ist es auch 2023 nicht möglich, im größeren Stil in die Hoch- und Tiefbauunterhaltung zu investieren.

So verwies Kanderns Stadtkämmerer Merkel auf großen Sanierungsrückstand bei Straßen und Gebäuden. Seine Ausführungen verband er mit dem Vorschlag – auch im Blick auf den erheblichen Sanierungsrückstand am und im Gebäude selbst – das markante ehemalige Schul- und Lehrerwohnhaus in Vogelbach zu verkaufen.

Entsprechende Erlöse aus einem Verkauf würden zu einem außerordentlichen Ertrag führen, der Spielraum eröffnen könne.

Defizit von 290 000 Euro

Rückblickend stellte Merkel fest, dass die Jahre 2021 und 2022 im Ergebnishaushalt defizitär abschlössen. So wird im Jahr 2022 das Defizit auf 290 000 Euro hochgerechnet. Der Erlös aus dem zur Diskussion gestellten Gebäudeverkauf könne zu einem teilweisen Ausgleich des Fehlbetrags beitragen.

Zum Verkauf des Lehrerwohnhauses zeichnete sich in der Sitzung noch kein einheitliches Meinungsbild ab. Beschlüsse wurden nicht gefasst. Das Gebäude wurde auch als „Tafelsilber“ der Gemeinde mit historischer Bedeutung bezeichnet. Gebäude könnten „nur ein Mal“ veräußert werden, wurde gesagt.

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