Malsburg-Marzell Feuerwehr ist stets einsatzbereit

Die Feuerwehr in Malsburg-Marzell ist gut aufgestellt.Symbolfoto: sba Foto: Weiler Zeitung

Die Freiwillige Feuerwehr in Malsburg-Marzell ist personell und materiell gut aufgestellt. Das machte Kommandant Frank Zimmer in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats deutlich, in der es um den Feuerwehr-Bedarfsplan ging. Zugleich ging er auf die Notwendigkeit einer zweiten Löschwasserstelle ein – und die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Von Adrian Steineck

Malsburg-Marzell. Viel Lob von Seiten der Verwaltung und des Gemeinderats gab es für die Ausführungen Zimmers zum Feuerwehrbedarfsplan, der turnusgemäß alle fünf Jahre fortgeschrieben werden muss. Die Zustimmung zum Plan wurde denn auch einstimmig von allen zehn Gemeinderäten erteilt.

Auswirkungen von Corona

Die derzeit allgegenwärtige Corona-Pandemie lässt auch die Arbeit der Feuerwehr nicht unberührt. So wird die Ersthelfergruppe derzeit nur zu einem Einsatz gerufen, wenn zuvor bestätigt wurde, dass dabei eine Reanimation notwendig ist. Andernfalls wäre es schwierig, die entsprechenden Hygieneauflagen für den Ersthelfer jedes Mal zu erfüllen, legte Zimmer dar. Auch für die Feuerwehrleute selbst gilt es, nach jedem Einsatz die Fahrzeuge und das Arbeitsmaterial zu desinfizieren.

Löschwasserversorgung

Auf die Notwendigkeit einer weiteren Löschwasserstelle als Reserve ging der Feuerwehrkommandant ebenfalls ein. So ist die Versorgung zwar zu 100 Prozent durch das Trinkwasser sichergestellt und zusätzlich durch sechs Löschteiche und die Kander als offenes Gewässer abgesichert. Aber gerade Letztere stelle „kein zuverlässiges Gewässer“ mehr dar, wie Zimmer mit Blick auf die erst am Wochenende durch Regenfälle unterbrochene Trockenheit der vergangenen sechs Wochen meinte.

Gerade mit Blick auf das Neubaugebiet „Rippelen“, das südlich an den Ortsteil Vogelbach anschließen soll, sei eine weitere Löschwasserstelle unabdingbar, so Zimmer. Er habe auch schon eine Stelle dafür ins Auge gefasst, wolle diese aber noch nicht öffentlich benennen, da er sich noch in Verhandlung mit dem Grundstückseigentümer befinde. Er schlug den Gemeinderäten aber vor, sich bei einem möglichen Vor-Ort-Termin zu gegebener Zeit ein Bild der Lage zu machen.

Bürgermeister Mario Singer begrüßte das Vorhaben einer weiteren Löschwasserstelle ausdrücklich.

Personalsituation

Dass die Feuerwehr Malsburg-Marzell mit ihren vier Abteilungen personell gut aufgestellt ist, ging aus Zimmers Ausführungen ebenfalls hervor. So umfasst sie zum 31. Dezember 2019 insgesamt 82 Aktive, von denen 20 der Abteilung Malsburg, 21, der Abteilung Marzell, 26 der Abteilung Vogelbach-Käs­acker und 15 der Abteilung Kaltenbach-Lütschenbach angehören. Insgesamt zählt die Feuerwehr 120 Angehörige.

Jugendarbeit

Zimmer unterstrich auch die Bedeutung der Jugendarbeit. Derzeit besteht die Jugendfeuerwehr aus sieben Nachwuchskräften, was ein guter Wert sei. „In der Regel bleiben die jungen Leute auch dabei, wenn sie einmal bei der Feuerwehr mitgemacht haben“, schilderte der Gesamtkommandant seine Erfahrungen. Allerdings müsse man den Jugendlichen auch etwas bieten und sie bei der Stange halten.

Zeit bis zum Einsatzort

Dass die volle Einsatzbereitschaft der Feuerwehr der Berggemeinde in den vergangenen Jahren jederzeit gewährt war, legte Zimmer ebenfalls dar. So sei an Arbeitstagen sowohl tagsüber in der Zeit von 6 bis 18 Uhr als auch in den Nachtstunden die erste Gruppe der Feuerwehr innerhalb von zehn Minuten, die zweite Gruppe stets innerhalb von weiteren fünf Minuten am Einsatzort gewesen.

Zahl der Einsätze

Insgesamt musste die Feuerwehr Malsburg-Marzell in den vergangenen beiden Jahren 24-mal ausrücken, wobei sich alle Einsätze innerhalb des Gemeindegebiets abgespielt hätten. Dabei hat es sich in drei Fällen um Brandeinsätze gehandelt. 14-mal mussten die Feuerwehrleute zu technischen Hilfeleistungen ausrücken. In sieben Fällen handelte es sich um Fehlalarme.

Materialausstattung

Auch materiell sei die Feuerwehr gut ausgestattet, auch wenn der Fuhrpark naturgemäß in die Jahre komme. Atemschutzgeräte und Schutzkleidung müssen in den kommenden Jahren je nach Bedarf und den finanziellen Möglichkeiten beschafft werden.

Mitunter könne man beim Material auch auf die Feuerwehr Kandern setzen, so etwa beim Drehleitereinsatz: Da es in Malsburg-Marzell nur im Bereich der Fachkliniken Gebäude gibt, die eine eventuelle Rettung durch eine Drehleiter erforderlich machen, wird bei jedem Einsatz im Bereich der Kliniken die Drehleiter der Kanderner Feuerwehr, Abteilung Stadt, mitalarmiert.

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