Malsburg-Marzell (kn). Noch in diesem Jahr soll in Malsburg-Marzell die Umstellung der Straßenbeleuchtung erfolgen. Davon verspricht sich die Gemeinde eine deutliche Reduzierung der Stromkosten. Auf rund 226 000 Euro belaufen sich nach dem Ergebnis der Ausschreibung, das jetzt dem Gemeinderat präsentiert wurde, die Kosten der Umstellung (ohne Planungskosten), Zuschüsse werden in Höhe von 45 000 Euro erwartet.

Wie die neue Beleuchtung sich optisch präsentiert, zeigt ein Blick auf eine „Musterlampe“ auf dem Rathausplatz Marzell. Bei einer vorangegangenen öffentlichen Sitzung wurde die Bogenleuchte mit dem vorgesehenen Lampenschirm besichtigt. Dieses Modell soll nach dem zustimmenden Votum der Ratsmitglieder in der ganzen Gemeinde installiert werden.

Fachmann Friedemann Hintenaus aus Malsburg war seinerzeit mit den Planungen für die Umstellung der örtlichen Straßenbeleuchtung auf LED-Technik beauftragt worden. Im Rahmen einer gründlichen Bestandsaufnahme wurde jede Lampe erfasst. Der Planer hatte auch eine weitere Fördermöglichkeit über ein Programm des Bundesumweltministeriums ausgelotet. „Dafür müssen wir den Verbrauch um 30 Prozent senken“, erklärte Hintenaus „und das schaffen wir gut.“

Er verwies auch auf die moderne „Technik in der Leuchte selbst“, welche eine individuelle Einstellung – beispielsweise von Helligkeit und Leuchtdauer – ermögliche. Durch die vorgesehene Vereinheitlichung werde auch die Wartung einfacher. Lampen, die über Straßen hängen, sollen ebenfalls auf stromsparende LED-Technik umgestellt werden.

Die Hoffnungen auf einen Zuschuss aus dem Ausgleichsstock für die Maßnahme hatten sich 2016 nicht erfüllt. Dennoch hielt man an der Durchführung der Maßnahme fest, und die Arbeiten waren nun öffentlich ausgeschrieben worden. Zehn Firmen hatten grundsätzliches Interesse gezeigt, allerdings nur drei ein Angebot eingereicht, wobei eines einen Tag zu spät kam und nicht berücksichtigt wurde. Von den zwei verbliebenen Firmen im Rennen kam das günstigste Angebot von der Firma E-Werk Kandern (Bissinger).

Einige der im Angebot noch ausgeschriebenen Erdarbeiten können vom Bauhof erledigt werden, so dass am Ende Arbeiten im Umfang von 226 338 Euro vergeben wurden. Allerdings seien nur 130 000 Euro für die Maßnahme in den aktuellen Haushalt eingestellt worden, erläuterte Schweinlin. Jedoch verfüge die Gemeinde über Rücklagen in Höhe von nahezu 800 000 Euro. Somit sei die schon lange anvisierte Maßnahme im laufenden Jahr gut finanzierbar. Einstimmig gab der Gemeinderat nach kurzer Aussprache „grünes Licht“ für die Realisierung noch im laufenden Jahr.