Malsburg-Marzell Mehr als landwirtschaftliche Geräte

Was vor etwa 30 Jahren als Idee einiger Freunde begann und an die Tradition der früheren Lipple-Bergwaldfeste anknüpfte, ist als Bulldog-Treffen inzwischen eine weit über die Region hinaus beliebte Veranstaltung für Besitzer und Freunde von Traktoren.

Von Joachim Pinkawa

Malsburg-Marzell. Das Treffen alter, teils historischer Bulldogs erfreut sich großer Beliebtheit. Denn nicht nur Traktoren von nah und fern kamen am Samstag ab 10 Uhr auf den Parkplatz an der L 140 in Richtung Stockmatt auf der Lipple-Passhöhe oberhalb des Fußballplatzes in Marzell, sondern auch zahlreiche Gäste aus dem gesamten Dreiländereck.

Offensichtlich wurde dabei auch, dass das Treffen nicht nur etwas für ältere Landwirte ist, sondern sich auch bei der jungen Generation auf Interesse stößt.

Eine komplette Familie reiste ebenso mit ihrem Traktor an wie ein junges Paar und ein junger Mann mit zwei Begleiterinnen auf den „Beifahrersitzen“. Das Bulldog-Treffen, lange Jahre unter der Regie der SG Malsburg-Marzell und seit einigen Jahren federführend beim Förderverein der Sportfreunde Marzell, erwies sich bei angenehm sommerlichen Temperaturen als wahrer Magnet für Traktor- und Technikfreunde. Das älteste Gefährt stammte aus dem Jahr 1948 und wirkte im Vergleich zu den neuen landwirtschaftlichen Giganten fast wie ein Spielzeug, da er in seiner Gesamthöhe nicht einmal auf die Größe des hinteren Rades eines Schleppers neuesten Baujahrs kam. „Wir machen dieses Treffen aus Spaß an der Freude und bieten damit gleichzeitig eine Plattform für Interessierte und Besitzer zum Austausch und zum Fachsimpeln über die vielseitig einsetzbaren Maschinen“, erklärten Daniel Schweinlin und Markus Kühner vom Vorstand des Fördervereins und dem zehnköpfigen Organisationsteam.

Mit insgesamt fünfzig Helfern wurde die Veranstaltung nicht nur organisatorisch gestemmt, sondern auch kulinarisch mit Grillgut und Getränken.

Dabei stand das Team schon vor Beginn des Treffens vor einer echten Herausforderung.

Ärger über kurz vor Festbeginn geklaute Fritteuse

Denn in der Nacht zuvor war aus einem auf dem Lipple-Platz bereits abgestellten Anhänger die Fritteuse, der Vorrat an Pommes sowie das Frittierfett und der Kaffee gestohlen worden. „Wir konnten dankenswerterweise für Ersatz sorgen und die Versorgung sicherstellen“, merkte Schweinlin mit Unverständnis für den Diebstahl, aber erleichtert an.

Literatur und technische Informationen, Gerätepräsentation und ein attraktives Unterhaltungsprogramm bereicherten das Treffen. Neben einem Schätzspiel zur Wassermenge in einer Ladeschaufel eines Traktors stand für den Nachmittag auch noch ein „Bulldogziehen mit Muskelkraft“ auf dem Programm. „Einer sitzt drauf und lenkt, einer schiebt und einer zieht“, lautete die Spielregeln.

Den jeweiligen Gewinnern winkten attraktive Preise von Werkzeug bis zu einer Motorsäge.

Mit Blick auf die vielen Teilnehmender und Besucher zeigten sich die Veranstalter rundum zufrieden.

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