Malsburg-Marzell Positiver Rückblick auf Weidebetrieb

Der Weideverband Marzell als gut funktionierende Gemeinschaft hat viele Aufgaben und benötigt eine große Zahl von Mitarbeitern: der Vorstand des Weideverbandes Marzell: (v.l.) Carolin Tomasek-Schaller (Kassenprüferin), Gerald Wehrle (Verbandsmechaniker), Klaus Leisinger (Maschinen- und Gerätewart), Stefan Trefzer, Michael Kilchling und Mario Schurek (alle Weidewarte), Gerold Kiefer (Schriftführer), Florian Lindemer (Vorsitzender), Roland Gerspacher (Kassierer), Dirk Kilchling (zweiter Vorsitzender) und Mark Schwarz (Betriebsleiter). Foto: Rolf-Dieter Kanmacher Foto: Weiler Zeitung

Bei der Hauptversammlung des Weide- und Landschaftspflegeverbands Marzell am Samstag im Marzeller „Gmeistübli“ standen die nur alle drei Jahre stattfindenden Wahlen im Mittelpunkt. Weiter blickte man zufrieden auf die Weidesaison 2019 zurück und stellte wichtige Weichen für die im Mai beginnende neue Saison. Der Verband präsentierte sich als gut funktionierende harmonische Gemeinschaft, da alle bisherigen Vorstandsmitglieder um den Vorsitzenden Florian Lindemer wiedergewählt wurden.

Von Rolf-Dieter Kanmacher

Malsburg-Marzell . Zur schönen Landschaft im oberen Kandertal gehören unverwechselbar auch die von Landwirten und Weideverbänden gepflegten Weiden. Der Weide- und Landschaftspflegeverband Marzell gehört zusammen mit dem Malsburger Verband und der Kaltenbacher Weide- und Biotoppflegegemeinschaft zu den wichtigsten Landschaftspflegern im Tal.

Rückblick

Nach den viel zu trockenen Jahren 2017 und 2018 mit einer außergewöhnlich kurzen Weidezeit zogen der Vorsitzende Florian Lindemer und Schriftführer Gerold Kiefer eine positive Bilanz über das Weidejahr 2019, das beide als erfreulich „normal“ besonders im Blick auf die 162 Tage lange Weidesaison und als Jahr mit viel Arbeit für alle Mitarbeiter, aber ohne besondere Vorkommnisse einstuften. In Marzell, wo das Weidevieh mit der mobilen Waage des Verbands noch gewogen wird, verzeichnete man große Zunahmen – bis an die 200 Kilogramm in der Weidesaison. Der Geselligkeit diente die Herbstwanderung zur „Kälbelescheuer“.

Finanzen

Trotz erheblicher Ausgaben von insgesamt über 30 000 Euro für die Beschaffung einer Wiesenegge, einer einheitlichen Arbeitskleidung und von Weidematerial konnte Kassenverwalter Roland Gerspacher auf eine solide finanzielle Basis des Verbands verweisen. Dies nicht zuletzt dank landwirtschaftlicher Fördermittel in Höhe von über 20 000 Euro.

Im Verhältnis gering sei die Aufwandsentschädigung für die Helfer, so Gerspacher, „wir zahlen keinen Mindestlohn“. Die Kassenprüfer Mario Schurek und Achim Schaller bescheinigten Gerspacher beste Arbeit, der Entlastung durch Bürgermeister Mario Singer stand nichts im Weg. Singer leitete auch die Neuwahlen und unterstrich dabei die unverzichtbare Aufgabe der Weideverbände als Landschaftspfleger und dankte für den Einsatz.

Ausblick

Auch 2020 kommt das Weidevieh wieder vorwiegend aus der Ebene und ist sogenanntes Gastvieh, hieß es in der Vorschau auf das Weidejahr. Dierk Kilchling als einheimischer Landwirt beschickt aber die Weide am „Galgenbuck“ wieder allein. Auf dem „Wunschzettel“ steht die Beschaffung eines Mähers für schwierige Hanglagen.

Wahlen

An der Spitze des Verbands stehen weiter Florian Lindemer und dessen Vertreter Dirk Kilchling, Rechner bleibt Roland Gerspacher und Schriftführer Gerold Kiefer. Bestätigt in ihren Ämtern wurden weiter Betriebsleiter Mark Schwarz, der Maschinen- und Gerätewart Klaus Leisinger, Betriebs- und Vereinsmechaniker Gerald Wehrle, die Weidewarte für die Bereiche Mattstall, Galgenbuck, Wildi/Hürrnen und Riederen Mario Schurek, Michael Kilchling, Stefan Trefzer und Roland Gerspacher. Neue Kassenprüferin ist Carolin Tomasek-Schaller. Die Vorstandsmitglieder sind bis auf die Kassenprüfer für drei Jahre gewählt.

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