Malsburg-Marzell - Über eine ganze Reihe von Punkten hatte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu entscheiden.

So sollen im früheren Gasthaus „Sonne“ in Marzell, längere Zeit auch von der Black-Forest-Academy als Internat genutzt, frühere Schlafräume zu Wohnungen umgebaut werden. Insgesamt sollen sieben Wohneinheiten entstehen, wie Bürgermeister Mario Singer erläuterte. Der Gemeinderat stimmte unter dem Vorbehalt zu, dass alle baurechtlichen Bestimmungen eingehalten werden. Auch sollten ausreichend Stellplätze ausgewiesen werden, hieß es.

Einstimmige Zustimmung

Weiter lag der Antrag auf einen Bauvorbescheid zum Neubau eines Doppelhauses mit Garage im Bereich Hörnle in Malsburg in Nachbarschaft zum geplanten Baugebiet „Seltenacker“ vor. Der Gemeinderat erteilte einstimmig seine Zustimmung zum Projekt, da das Grundstück im Außenbereich liege, habe die Baurechtsbehörde ein wesentliches Mitwirkungsrecht, wurde unterstrichen.

Bereits in einer früheren Sitzung hatte der Gemeinderat seine Zustimmung zum Betrieb von mobilen Brecher- und Siebanlagen in einem Steinbruch erteilt. Grund dafür war, dass laut Abbaugenehmigung des Steinbruchs Siegisrain vorgesehen ist, dass die bisher bestehenden Betriebsanlagen abgebaut werden, damit das darunter liegende Material abgebaut werden kann.

Ein Passus in der Mitteilung des Landratsamts, die dem Gemeinderat zur Kenntnis gegeben wurde, gab Anlass zu Nachfragen. Im Schreiben ging man von einer Verbesserung der Gesamtsituation im Blick auf die Immissionswerte aus. Lärm könne man messen, das Landratsamt sei im Blick auf Lärmschutzmessungen am Zug, war ein wesentliches Fazit der kurzen Diskussion.

Lärmschutzbedenken

Zwei Spenden, eine in Höhe von 1000 Euro der Zimmerei Forsthuber für die Sportgemeinschaft und eine weitere von Rolf Müri in Höhe von 4000 Euro für kulturelle Belange, wurden gerne entgegengenommen.

Auf die Nachfrage von Helga Althaus zur Situation im geplanten Neubaugebiet Seltenacker in Malsburg verwies Bürgermeister Singer auf den Wechsel bei den planenden Büros, zeigte sich aber zuversichtlich dahingehend, dass im kommenden Jahr dort die Bagger anrollen könnten.

Kerstin Trefzer verwies zum wiederholten Mal auf Straßenschäden in Marzell, die behoben werden müssten. Dazu konnte der unter den Zuhörern weilende Altbürgermeister Gerd Schweinlin Auskunft geben. Entsprechende Mittel seien im Haushalt 2018 eingestellt, Ausschreibung und Auftragsvergabe für die Maßnahme seien nun weitere erforderliche Schritte.

Nicht zufriedenstellend im Blick auf Absperrmaßnahmen und Beschilderung von Umleitungen seien die im Auftrag der Gemeinde von einer Firma durchgeführten Arbeiten an der Gemeindestraße von Malsburg nach Kaltenbach abgelaufen, kritisierte Isabella Zimmer.