Malsburg-Marzell Sorgen aufgenommen

Isabella Spittler (Gemeinderätin), Bürgermeister Gerd Schweinlin, Max Sütterlin (CDU Kandern), Jutta Schröder (Klinikleiterin), Dr. Patrick Rapp MdL und Chefarzt Dr. Hendrik Stegner Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Malsburg-Marzell. Mit 290 Betten und 180 Mitarbeitern sind die Rehakliniken in Malsburg-Marzell der größte Arbeitgeber in der Gemeinde. Die Reha-Kliniken in Deutschland stehen seit Jahren unter finanziellem Druck. Der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Patrick Rapp, der Mitglied der Enquete-Kommission Pflege im Landtag ist, informierte sich daher vor Ort in den Rehakliniken Kandertal und Birkenbuck.

Hauptproblem ist dabei – wie in anderen Rehakliniken auch – dass die Vergütungssätze der Einrichtungen durch die Kostenträger nicht kostendeckend sind. Klinik-Leiterin Jutta Schröder und Chefarzt Dr. Hendrik Stegner legten Rapp das Konzept der Kandertalklinik dar.

Eine Besonderheit ist die Familienrehabilitation, hier kommen Kinder und Eltern mit psychosomatischen Beschwerden zur Rehabilitation. Problematisch wird es, wenn Eltern oder Kinder als Begleitpersonen bewilligt sind, und durch den reduzierten Vergütungssatz nur ein geringer Leistungsumfang angeboten werden kann. Auf dem Klinikareal gibt es eine eigene Klinik-Schule mit fünf Lehrern.

Schwierig sei es auch, Fachkräfte für die Arbeit in Malsburg-Marzell zu bekommen, so die Klinikleiterin. Aufgrund der kurzen Verweildauer im Akutbereich kommen viele Patienten auch zu früh in die Reha.

Mit Blick auf die Versorgung der Kliniken mit schnellem Internet verwies Bürgermeister Gerhard Schweinlin auf den Richtfunk, wobei die Kapazität und Geschwindigkeit von sechs Mbit/s für die Klinik zu gering sei. Für den Abgeordneten Rapp ist klar „Reha ist wichtig und wird auch in Zukunft noch einen größeren Stellenwert bekommen“. Rapp verwies auf eine Anhörung im Landtag zum Thema „Rehabilitation und Prävention“, zu der er die Eindrücke und Anregungen aus Malsburg-Marzell mitnehmen werde.

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