Malsburg-Marzell Vorsorge für Trockenzeiten

Rolf-Dieter Kanmacher
Zum Steuerschacht Grabenbuck führt die Verbindungsleitung vom Hochbehälter Riedern der Reha-Kliniken. Foto: zVg/Kanmacher

Im Blick auf die Sicherstellung der Wasserversorgung hatte die Gemeinde mit den Reha-Kliniken eine Vereinbarung darüber getroffen, dass das Quellwasser der Riedernquelle beim Marzeller Sportplatz in Trockenzeiten als Reserve dienen kann.

Von Rolf-Dieter Kanmacher

Malsburg-Marzell. Aus diesem Grund muss eine drei Kilometer lange Verbindungsleitung von der Riedernquelle zum Schacht (Grabenbuck) verlegt werden. Rund zwei Kilometer davon (vom Grabenbuck zum Lipple) seien von der Firma Joos bereits verlegt, erläuterte in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats Stefan Scheurer vom Planungsbüro Himmelsbach & Scheurer. Über die Leitung sollen die beiden Wasserreservoire und damit die Versorgungsnetze der Gemeinde und der Reha-Kliniken verbunden werden. Mit verlegt werden je ein Ortungs- und Steuerkabel.

Der Schacht Grabenbuck spielt in der gemeindlichen Wasserversorgung eine wichtige Rolle, von dort aus kann Wasser in alle Netze von Malsburg-Marzell verteilt werden. Für die Maßnahme stehen vom Regierungspräsidium bewilligte Fördermittel in Höhe von 559 400 Euro zur Verfügung.

Noch im Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen

Nach dem Angebot der Firma Joos belaufen sich die Erdarbeiten auf rund 500 000 Euro. Allerdings kommen für die technische Aus- und Aufrüstung des Hochbehälters Riedern (Beschichtung des Inneren des Pumpwerks und die Pumpentechnik) noch weitere erhebliche Kosten zu den Leitungskosten hinzu. Das günstigste Angebot für diese Maßnahme hatte die Firma MeiTec aus Bahlingen vorgelegt, es beläuft sich auf 130 400 Euro.

Der Gemeinderat erteilte der Firma einstimmig den Zuschlag für die Ausführung der Arbeiten, die je nach Witterung in den Monaten März und April ausgeführt werden sollen. Auch die Erdarbeiten müssen nach der witterungsbedingten Unterbrechung weitergeführt und abgeschlossen werden.

Vorgesehen ist, auch die Zuwegung zum Pumpwerk zu verbessern. Die Pumpen sollen nur im Bedarfsfall in Betrieb gehen, da die neue Verbindung vor allem als Notversorgung gedacht ist.

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